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Kanadischer Maßschneider bietet für seine Kundschaft kugelsichere Anzüge an

Viele Firmen sind stark daran interessiert, dass ihre Kunden lange leben und somit noch lange die Möglichkeit haben, bei ihnen einzukaufen. Aber wenige Firmen tun dafür aktiv etwas. Anders ist das beim kanadischen Maßschneider „Garrison“. Die Firma mit Sitz in Toronto hat jüngst einen dreiteiligen Maßanzug entwickelt, der kugelsicher sein soll. Besonders daran ist, dass man es dem Anzug nicht ansieht. Er ist nicht steif und der Stoff ist auch nicht besonders dick. Möglich macht das die Nanotechnologie. Der Anzug besteht zum Teil aus Kohlenstoffnanoröhrchen, ähnlich wie die Kampfanzüge der US Armee in Afghanistan.

Ganz billig ist der Anzug nicht. 20.000 CAD muss der Kunde zahlen, der den Anzug in Auftrag gegeben hat. Wenn man allerdings bedenkt, dass ein Menschenleben unbegrenzt viel Wert ist, dann ist der Preis sogar ein Schnäppchen. Eine bessere Werbekampagne kann sich der Maßschneider nicht vorstellen. Mit solchen spektakulären Anzügen ist er weltweit in den Medien Gesprächsthema. Und einem Fernsehteam hat er live bewiesen, wie widerstandsfähig die Anzüge sind (siehe Video unten). Gefunden bei Springwise.

Einigen meiner Leser kommt die Geschäftsidee, kugelsichere Mode anzubieten, sicherlich bekannt vor. Vor mehr als sieben Jahren habe ich hier im Blog über den Kolumbianer Miguel Caballero berichtet, der schusssichere Kleidung herstellt, die auch höchsten modischen Ansprüchen genügt. Er hat eine eigene Schutzpanzerung entwickelt und patentieren lassen, die aus Nylon, Aramid und Polyethylen besteht. Die Panzerung wiegt zwischen 1,2 und 2 kg, ist hitzebeständig, kühlend und waschbar.

Im Angebot sind Jacken, Westen, Unterhemden, Armee- und Polizeikleidung, Motorradkleidung und sogar schusssichere Kinderrucksäcke (siehe Video unten). Die Preise liegen bei drei- bis vierstelligen Summen und damit niedriger als o.g. Anzug. Was Caballero allerdings bisher nicht im Angebot hat, sind Maßanzüge. In diese Marktlücke ist nun der Maßschneider aus Toronto gestossen. Eine Kooperation beider Anbieter könnte ich mir gut vorstellen. An diesen Beispielen sieht man, dass es auch in der Modebranche genug lukrative Marktlücken gibt.

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