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Erfolgsstory GoPro – vom StartUp zum (geplanten) Börsengang in 12 Jahren

Nick Woodman reiste in jungen Jahren zusammen mit seinem Surfbrett für viele Monate durch Australien und Indonesien. Diese „one in a lifetime“-Reise wollte er mit einer Kamera dokumentieren. Dafür bastelte er eine wasserdichte Kamera zusammen, die er beim Surfen am Handgelenk befestigen konnte. Geboren war die Geschäftsidee, Amateuren Kameras zu verkaufen, die auch bei schneller Geschwindigkeit wackelfreie, gute Bilder liefern konnte. Und schon war die Idee für die GoPro Inc. geboren. Woodman investierte 64.000 USD hart erspartes Geld in die Firma und erhielt anschliessend noch mehrere Geldspritzen von seinem Vater.

Heute (12 Jahre später) ist Woodmann Milliardär. Denn im Jahr 2012 beteiligte sich iPhone-Produzent Foxconn mit 200 Mio USD an GoPro und erhielt dafür 8,88 Prozent der Anteile. Damit war das Unternehmen 2,25 Mrd. USD Wert. Da Woodman noch 45 % der Anteile hält, war er mit einem Schlag Milliardär (zumindestens auf dem Papier). Am 7. Februar 2014 hat GoPro in einer PM mitgeteilt, noch in diesem Jahr an die Börse gehen zu wollen. Die dazu notwendigen Dokumente für ein IPO bei der SEC eingereicht. Einzelheiten zum Börsengang sind leider nicht bekannt, weil GoPro eine Regelung genutzt hat, nach der junge Firmen mit unter einer Milliarde Dollar Umsatz ihren Börsenprospekt im Geheimen vorlegen können, wie es auch schon Twitter getan hat.

Gerne liste ich hier auf, welche Faktoren u.a. für den Erfolg von GoPro (ca. eine Mrd. Umsatz pro Jahr) verantwortlich sind:

  • Digitale Kameratechnik
    Im Jahr 2004 brachte GoPro das erste Modell, eine 35-mm-Kamera, heraus. Nach der Weiterentwicklung zur Digitaltechnik konnte die Kamera zu Beginn zehn Sekunden lange Videoclips mit einer Auflösung von 3 Megapixeln aufzeichnen. Damit gelang GoPro der Durchbruch. Durch immer leistungsfähigere Digitaltechnik kann heute „Profi-Technik“ zu Amateurpreisen angeboten werden. Insofern profitiert GoPro auch von der Digital-Technik-Revolution. Bei bahnbrechenden Erfindungen muss immer auch das Umfeld stimmen.
  • Klare Fokussierung zu Beginn und gezielte Expansion
    GoPro hat sich zuerst einen Namen in der „Surfbranche“ gemacht. Dadurch erhielt GoPro schnell ein „cooles Image“. Allerdings ist der Markt zu klein, um wirklich groß zu werden. Durch weitere Adapter und Befestigungsmöglichkeiten wurde die Kamera bald auch außerhalb der Surfszene eingesetzt, etwa im Motorsport und bei Ski- oder Radrennen. Clever war, dass GoPro selbst solche Halterungen entwickelte, um diese Expansionschancen wahrzunehmen. Hier findet Ihre ein Auflistung der zahlreichen Einsatzmöglichkeiten.
  • Social Networking Trend beflügelt – Menschen wolle Erlebnisse mit anderen teilen
    GoPro profitiert stark von dem Facebook-, Pinterest- und Instagram-Boom. Umso mehr Menschen ihre Erlebnisse in Sport und Freizeit mit anderen teilen wollen, umso mehr Kameras verkauft GoPro. Die Menschen können mit Hilfe der GoPro Kamera spektakuläre Filme und Fotos ins Netz stellen und dadurch enorm viel Aufmerksamkeit erlangen. Diese Bestätigung ist wie „Adrenalin“ für viele Amateursportler. Und Profisportler nutzen GoPro-Filme, um mehr Sponsoren für sich zu begeistern.
  • GoPro hat starke Unterstützer, wie z.B. Red Bull
    Kein anderer Getränkehersteller unterstützt so stark Fun-Sportarten wie RedBull. Davon profitiert auch GoPro enorm. Denn viele Werbespotaufnahmen von RedBull wurden mit Hilfe von GoPro-Kameras durchgeführt. Das hat sich in der Szene schnell rumgesprochen. Und so konnte GoPro vom coolem Image einer Weltmarke wie RedBull enorm profitieren. Einen enormen Schub bekam GoPro, weil es vor kurzem die spektakulären Aufnahmen von RedBull-Stratos veröffentlichte, passend zur Bekanntkabe des Börsengangs.

GoPro hat noch viel Wachstumsphantasie und zwar nicht nur durch globale Expansion. Vielmehr könnten ganz neue Einnahmequellen und Geschäftsbereiche erschlossen werden. So entwickelt derzeit GoPro passende Software, damit die GoPro-Nutzer die Filme bearbeiten, schneiden und verwalten können. Zudem sollen in Zukunft auch Fußballspieler GoPro-Kameras tragen, damit Sky und Co. ganz neue Kameraperspektiven anbieten können. Und GoPro könnte eine eigene Videoplattform aufbauen, auf der die Kunden ihren Content vermarkten könnten. Und letztlich könnte auch ein GoPro-Social-Network basierend auf Videofilme aufgebaut werden. Das ist genug Phantasie, damit der Börsengang ein Erfolg wird.

One Response to Erfolgsstory GoPro – vom StartUp zum (geplanten) Börsengang in 12 Jahren

  1. Jack Morvin sagt:

    Dieser Beitrag ist wirklich informativ es mir weiter helfen. Ich bin froh zu sehen, dass die Menschen sind wirklich teilen diese Art von Wissen.

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