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Der Inconvenience-Store will den Einkauf zum „Hürdenlauf“ machen

Viele Einzelhändler überlegen, wie sie den Kunden den Einkauf so einfach wie möglich machen können. Parkplätze vor dem Geschäft gehören genauso dazu, wie Klimaanlage, Snack- und Getränkeservice, Lieferservice, Curated Shopping, etc. Ein gutes Beispiel für bequemes Einkaufen liefert der Hointer-Jeansladen in Seattle. Hier ist die Auslage übersichtlich drappiert und die Kunden erhalten die Jeans in ihre Ankleidekabine geliefert.

Die Initiative Gap Filler, die nach dem Erdbeben in Christchurch, Neuseeland, gegründet wurde, hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man einen Shop konzipieren könnte, in dem die Kunden möglichst viel Zeit verbringen und das Shopping gar nicht im Vordergrund steht. Der Projektname lautet „Inconvencience Store“. Um möglichst viele Ideen für das etwas andere Einkaufserlebnis zu sammeln, darf jede Woche eine andere Person den Laden betreiben und seine Ideen umsetzen.

In der ersten Woche im März wurden sog. impossible Products verkauft, sprich Produkte, die für Geld nicht gekauft werden können. Darunter könnte man alles mögliche vorstellen, z.B. ein Geschäft, in dem man die Produkte selbst erstellen muss, die man anschliessend kauft oder ein Geschäft, in dem man nur Produkte mit anderen Produkten kaufen kann. Spannend finde ich auch die Idee in der zweiten Woche: 2 Hour Shop. Hier müssen die Kunden mindestens zwei Stunden bleiben, um Produkte kaufen zu können.

Lassen wir uns überraschen, welche Ideen in den nächsten Wochen noch umgesetzt werden. Via Facebook kann sich jeder aktuell informieren, wie das Experiment weiter geht. Wie wäre es z.B. mit einem Shop, indem man nur Produkte kaufen kann, nachdem man sie für mindestens zwei Stunden getestet hat? Oder wie wäre es mit eine Shop, indem man sich nur Produkte wünschen kann, und der Shopinhaber danach versucht, die Produkte ausfindig zu machen? Was wären Eure Ideen?

Ich finde es gut, wenn sich Shops immer wieder neu erfinden. Wie z.B. der STORY-Shop, in dem regelmäßig neue Produkte verkauft oder ausprobiert werden können und das zu einem bestimmten Thema. Oder das Grand Opening, in dem in einer Woche Tischtennis gespielt werden konnte und in der nächsten Woche ein Mini-Kino eröffnet wurde und wieder später eine Ausstellung. Nicht nur Onlineshops sollte sich ständig neu erfinden.

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