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Mit der MyParfum-Duftbar vor Ort soll im zweiten Anlauf der nachhaltige Durchbruch von myparfum gelingen

MyParfum war im ersten Anlauf zu Beginn eine echte Erfolgsstory, stolperte allerdings anschliessend in der Wachstumsphase: „Angesichts der vielversprechenden Zahlen mit Wachstumsraten von 300-400% im Weihnachtsgeschäft 2011 und einem Jahresgewinn von über 70.000€ hatten wir das Vorgänger-Unternehmen vom heutigen MyParfum 2012 massiv skaliert, waren auf über 60 Mitarbeiter gewachsen und hatten die TV-Werbung mit einem Millionenbudget verzwanzigfacht. Wir hatten im Marketing alles auf den TV-Werbekanal gesetzt… Wir hatten die Skalierbarkeit der TV-Werbung überschätzt und uns mit unseren Ausgaben übernommen, sodass das Vorgänger-Unternehmen Anfang 2013 in die Insolvenz rutschte.“

Doch die Gründer haben nicht aufgegeben und das Unternehmen aus der Insolvenz wieder herausgeführt. Letztlich können sie trotz der Insolvenz bis heute auf einen beeindruckenden Track-Rekord zurückblicken: „Mit über 88.000 Kunden, 132.000 verkauften individuellen Parfums und 3,5 Mio € kumulierten Umsatz konnten wir bereits beweisen, dass das Konzept ankommt. Wir setzen damit auf die zwei Mega-Trends im 14 Milliarden Euro schweren Parfummarkt: Der Boom des Onlinehandels sowie der allgegenwärtige Trend zur Individualität.“

Zudem haben die Gründer viel gelernt aus der ersten Pleite: „Heute wissen wir, dass die Skalierung des Unternehmens gut durchdacht sein will. TV ist keine Wunderwaffe, sondern ein wichtiger Bestandteil eines ausgewogenen Marketingmixes. Dank der Erfahrungen, die wir in den letzten Jahren gesammelt haben, sind wir heute bereit, den nächsten Schritt zu gehen und das Unternehmen zum Erfolg zu führen. Zukünftig setzten wir nicht auf einen einzigen Marketingkanal, sondern einen ausgewogenen Mix an Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die monatlichen Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen und trotz aller Investitionsprojekte die Liquidität des Unternehmens langfristig sichergestellt ist.“

Neben dem Online-Vertrieb, soll nun auch der Offline-Vertrieb aufgebaut werden. In Zukunft wird myparfum mit ausgewählten Parfumketten zusammenarbeiten. Zu diesem Zweck wurde die MyParfum-Duftbar© entwickelt, die bereits in diesem Jahr in den ersten Parfümerie-Filialen integriert wird. Die ersten 5 Filialen werden in diesem Jahr ausgestattet, bis zu 240 Filialen werden bis 2018 folgen. Mit der MyParfum-Duftbar haben die Partner-Parfümerien eigene Verkaufsstände, die von vorhandenen Parfümerie-Fachverkäuferinnen bedient werden. Sie haben die Möglichkeit, sich vom Wettbewerb abzugrenzen, ihr Markenprofil zu schärfen und ihren Kunden noch stärker an sich zu binden.

Unterstützt werden soll der Offline-Vertrieb durch Aufbau eigener Flagship-Store. Vor Kurzem wurde das erste MyParfum-Atelier in Berlin-Mitte eröffnet. Als Flagship-Store dient unser Atelier primär der Markenbildung. Schon nach 3 Monaten ist es profitabel und trägt sich selbst. Weitere Flagship-Stores an ausgewählten strategischen Standorten wie Hamburg und München folgen. Parallel dazu arbeitet myparfum mit ausgewählten Online-Parfümerien zusammen. Hierfür haben sie den MyParfum-Duftdesigner© als Partnerlösung entwickelt. So können Online-Parfümerien wie Douglas und Co es ihren Kunden zukünftig ermöglichen, sich direkt auf ihrer Website auch individuelle Parfums zusammenzustellen.

Klingt alles nach einer erfolgsversprechenden Restart-Story. Allerdings braucht es genug Eigenkapital, um dieses Wachstum, das auch durch Auslandsexpansion erzielt werden soll, stämmen zu können. Deshalb such myparfum seit heute bei Comapanisto nach Crowdvestoren (bis zu 100.000 EUR). Größere Investments sollen durch besondere Prämien schmackhaft gemacht werden. Hier hat sich Companisto von Kickstarter und Co. inspirieren lassen. Aus meiner Sicht braucht es aber weitere Investoren, um nicht wieder in eine Eigenkapitalfalle zu laufen. Insofern hoffe ich, dass die Suche nach Crowdvestoren nur der erste Schritt war, um die Eigenkapitaldecke zu erhöhen.

Warnhinweis: Selbstverständlich handelt es sich hier nicht um Anlage- oder Beteiligungsempfehlung. Wir übernehmen keine Haftung für Fehlinvestments. Vielmehr ist unser Ziel, hier innovative Projekte mit Vorbildcharakter vorzustellen, um die Leser zu inspirieren.

One Response to Mit der MyParfum-Duftbar vor Ort soll im zweiten Anlauf der nachhaltige Durchbruch von myparfum gelingen

  1. Kirill sagt:

    Hallo Burkhard,

    wir haben gestern ein aktuelles Interview mit Matti von MyParfum auf Startupradio.de veröffentlicht. Die ganze Story inkl. der aktuellen Crowdinvesting-Kampagne. Vielleicht magst du das Interview verlinken?

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