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Lernstift Vibewrite schreibt weiter an seiner Erfolgsstory

Die meisten Erfinder haben zu Beginn viele Hürden zu überwinden und Nackenschläge einzustecken, bevor sie richtig durchstarten. Das hat auch Falk Wolsky erleben müssen, der im Sommer 2013 auf Kickstarter 120.000 GBP einsammeln wollte, um die Marktreife des Lernstifts Vibewrite, der bei Schreibfehlern vibriert, voranzutreiben. Allerdings verfehlte er damals sein Funding-Ziel deutlich (ich habe im Dezember 2013 hier im Blog darüber berichtet). Dieser Misserfolg war allerdings nur ein kurzer Rückschlag. Denn weltweit ist die Presse auf diese Produktinnovation aufmerksam geworden, gerade auch wegen der Kickstarter-Aktion und der damit begleitenden Pressearbeit.

Das Zwischenergebnis: Zahlreiche internationale Radio- und Fernsehausstrahlungen, 4.000 Zeitungsartikel weltweit und knapp 32.000 Blog-Artikel haben dafür gesorgt, dass der Lernstift eine für Startups außergewöhnliche Popularität und Verbreitung gefunden hat. Aufgrund der positiven Resonanz und zahlreicher Anfragen kamen Falk Wolsky und sein Team auf die Idee, eine private Crowdinvestingaktion durchzuführen. In diesem haben etwa 40 privaten Investoren Beteiligungskapital in Höhe von insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung gestellt, um die Produktentwicklung bis zur Serienreife voranzutreiben. Dabei gilt das Prinzip “Gründen in Komponenten”. Zusammen mit externen Experten und Herstellern konnten die passenden Maßnahmen getroffen werden, um die Massenproduktion zeitnah starten zu können.

Jetzt gilt es, den Markteintritt zu schaffen. Seit April können zwei Versionen des Vibewrite vorab bestellt werden. Die “Shakespeare Edition” adressiert die sog. Early Adopter und kostet 89 EUR pro Stück. Denn dieser Stift soll schon im Sommer 2014 an die Kunden ausgeliefert werden. Allerdings ist der Leistungsumfang noch überschaubar. Den Stift gibt es nur mit Kugelschreiber-Spitze und der Wortschatz ist mit ca. 100 Wörtern nur sehr begrenzt. Diese Edition erkennt nur Blockschrift und kann nur innerhalb der EU geliefert werden. Das Gerät ist batteriegetrieben und adressiert neben den Early Adoptern vor allem Entwickler, die im Rahmen der Weiterentwicklung bis zur Serienreife wertvolles Feedback geben und passende Apps programmieren sollen.

Ende 2014 soll die “Jules Verne Edition” ausgeliefert werden, die jetzt zu einem Preis von 99 EUR bestellt werden kann. Diese Edition ist auf 10.000 Stück limitiert. Den Stift gibt es mit Kugelschreiber- und Füllfeder-Spitze und der Wortschatz soll schon einen Umfang von 5.000 Wörtern (deutsch und englisch) umfassen. Diese Edition erkennt neben Blockschrift auch kursive Handschrift und kann auch in Länder außerhalb der EU geliefert werden. Für 2015 ist eine neue Stift-Hardware-Version geplant. In diesem Rahmen soll der Umstieg von Batterie-/Akku-Betrieb zu einem fest verbauten Akku mit Induktions-Ladestation erfolgen. Diese wird gleichzeitig als Hartschalen-„Etui“ dienen. Parallel arbeiten die Entwickler daran, die Fehler-Erkennung für Satzbau und Zeichensetzung zu realisieren. Zudem soll möglichst bald das Digitalisieren von Zeichnungen ermöglicht werden.

Bis dahin ist noch ein weiter Weg. In den nächsten Wochen beginnt für den Vibewrite die Beta-Test-Phase – mit Early Adoptern und zehn Schulen (aus Deutschland, Österreich und Großbritannien), teilweise mit wissenschaftlicher Begleitung durch Universitäten. Mit dem Feedback dieser Erstnutzer wird das Produkt im Laufe des Jahres 2014 weiter verbessert und für die Massenfertigung vorbereitet. Gleichzeitig sollen die passenden Vertriebspartner in Deutschland und England gefunden werden. Das Ziel ist es, bis Ende 2014 mehr als 60.000 Bestellungen generiert zu haben. Dabei hilft, dass mehr als 120 Unternehmen Vibewrite schon kontaktiert haben, um ihre Stifte zu vertreiben oder eigene Produkte in Lizenz zu entwickeln. Damit stellt sich Vibewrite im Vertrieb breit auf, um schnell expandieren und frühzeitig diversifizieren zu können.

Wer bei dieser Erfolgsstory dabei sein will, kann sich momentan via Seedmatch an der aktuellen Crowdinvestingaktion für VibeWrite beteiligen. Die Fundingschwelle von 100.000 EUR konnte schon sehr schnell erreicht werden. Der Weg bis zum Fundinglimit von 400.000 EUR ist auch nicht mehr weit (aktueller Stand: 280 TEUR Fundingsumme). Die Investoren werden auch motiviert, mehr als den Mindestbetrag von 250 EUR zu investieren. Ab 1.000 Euro Investment bekommen sie einen Lernstift aus der zweiten Produktionsreihe geschenkt (geplante Auslieferung ab September 2014). Und ab 5.000 Euro Investment erhalten die Crowdvestoren Lernstifte aus der zweiten Produktionsreihe geschenkt – inklusive Namens-Gravur (geplante Auslieferung ab September 2014). Zudem werden sie in die Hall of Fame der Investoren aufgenommen.

Mehr Infos zum Vibewrite gefällig? Hier die Zusammenfassung der Seedmatch-Aktionsseite: “Wir produzieren den ersten Digital-Stift, der Handschrift mit Bewegungssensoren erkennt und das Geschriebene digital nutzbar macht. Unsere neuartige Technologie macht die VibeWrite-Stifte unabhängig von teurem Spezialpapier oder lästigen Zusatzgeräten. Dank eines Systems für auswechselbare Schreibspitzen können die Stifte zudem wahlweise als Füller und Kugelschreiber benutzt werden – einmalig im Markt für so genannte Smart-Pens. Über WiFi und Bluetooth kann das Geschriebene an Smartphones, Tablets oder PCs gesendet werden. So wird in Kombination mit verschiedensten Apps die digitale Weiterverarbeitung ermöglicht. Eine Reihe von Apps entwickeln wir selbst. Zusätzlich aber bieten wir (als einziger Digitalstift-Anbieter) eine offene Entwickler-Schnittstelle (API).”

Warnhinweis: Selbstverständlich handelt es sich hier nicht um eine Anlage- oder Beteiligungsempfehlung. Wir übernehmen keine Haftung für Fehlinvestments. Vielmehr ist unser Ziel, hier innovative Projekte und StartUps mit Vorbildcharakter vorzustellen, um die Leser zu inspirieren. Weiterhin wollen wir die weitere Entwicklung erfolgsversprechender Unternehmen weiter begleiten.

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