In Geschäftsidee, Idee - Gastro

Erstes Zero-Waste-Restaurant in England soll im September in Brighton eröffnen

Vor knapp einem Jahr habe ich hier im Blog darüber berichtet, wie ein Supermarkt dank seines Inhouse-Restaurants erreichen will, dass fast keine Lebensmittel mehr weggeschmissen werden. Auch Vertreter anderer Branchen machen sich Gedanken darüber, wie man möglichst viel Müll vermeiden kann. Dazu gehört auch Douglas McMaster, der im September 2014 in England nach eigenen Angaben das erste “Zero-Waste-Restaurant” in Brighton eröffnen will. Wie soll das gelingen?

Kernansatz ist es, dass McMaster nur Waren von regionalen Anbieter einkaufen will, die selbst möglichst umweltbewusst sind. Dazu gehört z.B., dass alle Lieferanten die Waren in wiederverwendbaren Behältern liefern. Weiterhin will er pro Tag nur sechs Gerichte anbieten. Umso weniger Gerichte angeboten werden, umso geringe ist auch das Risiko, etwas wegwerfen zu müssen. Und wenn doch etwas in der Küche übrig geblieben ist, will er die Lebensmittel am nächsten Tag für die nächsten Gerichte verwenden. Und schliesslich will er sich auch eine Kompostiermaschine anschaffen, falls doch Lebensmittel übrig bleiben.

Ein weiteres Geheimnis besteht darin, möglichst viele Produkte im Ursprungszustand zu erwerben. So wird das Mehl erst vor Ort im Restaurant gemahlen. Und wenn Abfälle anfallen, wie z.B. das Abwasser von Kaffeemaschinen, dann wird überlegt, wie es wiederverwendet werden kann (als Wasser für die Toilettenspülung). Und natürlich sollen auf dem Dach Sonnenkollektoren für genug Energie in der Küche sorgen. Aus meiner Sicht braucht es genau solche “Vorturner”, damit sich alle in der Branche davon inspirieren lassen können.

Ganz neu ist die Idee freilich nicht. Justin Vrany beweist mit seinem Sandwichladen in Chicago, wie er seit 2 Jahren keinen Müll mehr im Restaurant wegwerfen muss. Dabei ist er sehr findig. Fällt doch einmal Müll an, motiviert er einen Künstler, daraus eine Skulptur anzufertigen. Mehr über die Erfolgsgeheimnisse von Vrany erfahrt Ihr im Video hier. Gibt es noch mehr solcher Vorbilder im Gastronomiesektor? Dann meldet euch bitte im Kommentarfeld.

Schreibe einen Kommentar