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Duschen mit Köpfchen: Green-StartUp Amphiro macht Wasserverbrauch sichtbar

Wenn man die Mieter fragt, welche Haushaltsgeräte den höchsten Energieverbrauch haben, erntet man häufig ein Achselzucken. Nein, es sind nicht Kühlschrank oder Lampen. Es ist die Dusche (wenn man sie als Haushaltsgerät bezeichnen will). Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht 2.000 kWh Wärmeenergie – allein für die Warmwasserbereitung. Und die Dusche ist dabei der größte Energieverbraucher. Nur für die Raumwärme wird noch mehr Energie verbraucht. Und deshalb ist es nicht verwunderlich, warum sich Green-StartUps Gedanken darüber machen, wie der Warmwasserbrauch in der Dusche deutlich gesenkt werden kann.

Die Schweizer Amphiro AG Mit Amphiro (www.amphiro.com), Spinoff der ETH Zürich, hilft seit einiger Zeit dabei, dass der Verbraucher den Warmwasserbrauch beim Duschen im Auge behalten und spielend einfach beeinflussen kann. Nach dem amphiro a1 soll jetzt das Nachfolgeprodukt amphiro b2 auf den Markt kommen. Mit Hilfe einer Kickstarter-Kampagne sollen jetzt besonders auch Verbraucher ausßerhalb der DACH-Region angesprochen und für das Produkt begeistert werden. Das Mindestfundingziel von 20.000 GBP könnte in wenigen Tagen erreicht werden.

Das ist für mich ein sehr gutes Beispiel, wie man mit Hilfe von Kickstarter & Co. neue Produkte promoten und neue Märkte erobern kann. Amphiro schlägt hier „zwei Fliegen mit einer Klappe“. Es ist nicht verwunderlich, dass gerade kleine Unternehmen solch einen Weg wählen, denn die Marketingbudgets sind sehr begrenzt, um diese Aktionen mit üblichen Marketingaktionen zu flankieren. Und StartUps haben auch weniger Angst davor, dass ein Crowdfunding-Flop ihr Image oder Marke beschädigen könnte. Vielmehr sehen die StartUps eher die Chancen als die Risiken. Es hat auch Vorteile, wenn man noch (relativ) wenig zu verlieren hat:-)

Hier kurz die Produktbeschreibung: „Das Gerät wird spielend einfach zwischen Duschkopf und -schlauch angeschlossen und kann sofort in Betrieb genommen werden. Bei jedem Duschgang misst amphiro b1 den Wasser- und Wärmeenergieverbrauch in der Dusche und zeigt diesen über ein Display in Echtzeit an. Anschließend werden die Verbrauchsdaten über Bluetooth 4.0 an mobile Endgeräte übertragen und in der Cloud gespeichert. Über die Amphiro-App erhalten Nutzer auf diese Weise nützliche Informationen zu ihrem individuellen Wasserverbrauch.“

„Zusätzlich zeigt das Gerät auf seinem Bildschirm bei jedem Duschvorgang die Energieeffizienzklasse, die Wassertemperatur, den Wasserverbrauch seit Beginn des Duschvorgangs und danach den Energieverbrauch in Wattstunden (Wh) bzw. Kilowattstunden (kWh) sowie die verbrauchte Wassermenge in Liter an. Eine Klimaanimation eines Eisbären auf einer Eisscholle visualisiert die Messung. Je höher der Energieverbrauch ist, desto mehr schmilzt die Eisscholle, auf der der Eisbär sitzt.“ So sollen vor allem auch Kinder dazu animiert werden, Energie und Wasser zu sparen und zwar spielerisch.

Amphiro kann schon einen Track-Rekord vorweisen: Mit dem Vorgängermodell amphiro a1 konnten Einsparungen von 440 kWh Wärmeenergie sowie 8.500 Liter Trink- und Abwasser pro Jahr erzielt werden. Mit Einspareffekten von 23 Prozent führte schon amphiro a1 zu größeren Einsparungen als die meisten Smart-Metering-Infrastrukturen – zu einem Bruchteil der Kosten. Und genau hier liegt der Vorteil von Amphiro. Jeder kann zu kleinen Kosten (ab 59,90 EUR) sein Haus zu einem Mini-Smart-Home machen. Dabei setzt Amphiro auf starke Vertriebspartner wie Grünspar. Ich empfehle, auch mit Netzwerken von Energieberatern für Privathaushalte und Vermieter grüner Lösungen zusammen zu arbeiten.

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