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Reisgurt will als veganer Joghurt in Deutschland durchstarten

Vegane Lebensmittel erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Gerade Gründer und StartUps haben diesen Trend für sich entdeckt und versuchen, in diesem jungen Lebensmittelmarkt mit neuen, innovativen Produkten zu punkten. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist der Reisgurt, ein Joghurt, der aus Reis hergestellt wird (wie es der Name schon verrät) und sich als echte Alternative zu Sojajoghurts positionieren will. Der Name ist einfach und genial zugleich und erinnert an Bionade (Kombination aus Bio und Limonade). Auch die Verpackung wirkt frisch und hochwertig. Das ist bei einem geplanten Verkaufspreis von 1,79 EUR (im Handel) auch sehr wichtig, auch wenn die Zielgruppe als zahlungskräftig gilt. Hinter diesem Produkt steht das StartUp Brüder Gleich UG aus Hamburg, das von Patrick Gleich und und Rocky Wüst gegründet wurde (die sich auf einem Gründerseminar kennengelernt haben). Erfinder des Reisgurts ist Christoph Favrot, Stiefvatger von Patrick Gleich. Die Erfinderstory wird auf der Webseite wie folgt erzählt:

“Im Juli 2011 befindet sich Christophe Favrot, Erfinder des Joghurt aus Getreide, auf einer Geschäftsreise in Polen. Beim Anblick der örtlichen Getreidefelder kommt ihm die Idee eines Getreidejoghurts. Er beginnt zu forschen und zu experimentieren. Dank seiner Kompetenz, Erfahrung und Intuition, der tatkräftigen Unterstützung seiner Frau Nathalie Mouillot, sowie den helfenden Händen ihrer Familie und Freunde, gelingt ihnen im Frühjahr 2012 der Durchbruch. Sie gründen die Firma PLURIELLES und beginnen den „Joghurt“ auf Reisbasis unter dem Namen NomadYo zu vertreiben. Ein Jahr später ist er bereits in zahlreichen Biogeschäften der Bretagne erhältlich. Den neuartigen Getreidejoghurt, der ganz ohne tierische Milch auskommt, gibt es mittlerweile aus Reis, Hirse und Buchweizen sowie mit verschiedenen Geschmäckern.”

Im August 2015 soll die Produktion der ersten drei Sorten starten, die von einem extern Hersteller in Mecklenburg-Vorpommers durchgeführt werden soll. Um neben dem eigenen Startkapital in Höhe von 20.000 EUR noch mehr Finanzmittel generieren zu können, haben die Gründer ein Crowdfundingkampagne auf startnext gestartet. Die Fundingschwelle in Höhe von 17.500 EUR konnte vor kurzem durchbrochen werden. In den letzten fünf Tagen hoffen die Gründer, dass sie ihrem Fundingziel von 60.000 EUR so nahe wie möglich kommen. Aber schon jetzt sind die nächsten Schritte gesichert:

  • Kauf der ersten Zutaten für den Reisgurt
  • Becher- und Deckelherstellung für die erste Produktion
  • Aufsteller, Transportbehälter & Kühl-Regallager
  • Ausrichtung der Verkostungspartys in verschiedenen Städten
  • Einrichten einer eigenen Produktions- und Versuchsküche
  • Kauf der Produktionsmaschinen (Abfüllanlage, Behälter, Aufbewahrung)
  • Produktion der ersten Charge Reisgurt
  • Versand der Dankeschöns & ersten Produktion

Doch dabei soll es nicht bleiben. Die Gründer haben jetzt schon viele gute Ideen, wie sie ihr Sortiment erweitern könnten:

  • Joghurt aus Getreide (Hirse, Buchweizen, Hafer, …)
  • Frozen Yogurt aus Reis
  • Streichcreme aus Reis oder anderen Getreiden
  • Mousse au chocolat auf Reis- /Getreidebasis
  • Quark aus Reis
  • Streichkäse aus Reis oder anderen Getreiden

Via Crowdsourcingkampagnen können sie sicherlich herausfinden, welche Produkte ihnen die Kunden aus den Händen reißen würden. Entsprechende Crowdfundingkampagnen können dann ein Teil der Vorfinanzierung und des Markttestes übernehmen. Um aber schnell und landesweit zu wachsen, kann ich mir gut vorstellen, dass die Gründer auch bald auf Crowdinvestorensuche gehen. Und bei diese Story mit viel Phantasie werden sicherlich auch einige Business Angels Interesse haben, als Leadinvestoren einzusteigen. Und wenn dann noch im Rahmen der Massenproduktion die Verkaufspreise merklich gesenkt werden können, wird dem Verkaufserfolg wohl wenig im Wege stehen. Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall sehr gut.

Gefunden bei abendblatt.de

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