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Die Erfolgsstory des Braufässchen steht erst am Anfang

Im Mai gründeten die drei TU-München-Studenten Wolfgang Westermeier, Ping Lu und Dominik Guber die Customized Drinks GmbH, um mit ihrem Heimbrauset Braufässchen Deutschland und die Welt zu erobern. Sie waren zwar nicht die First Mover, aber bisher konnten die angeboten Lösungen die Studenten nicht überzeugen, denn sie waren aus ihrer Sicht zu kompliziert und zu zeitaufwändig. Deshalb tüftelten sie solange, bis sie eine spielend leichte Lösung mit Erfolgsgarantie präsentieren konnten. Sie waren überzeugt, dass die Kunden gerne experimentieren würden. Und zudem können mit dem Brauset auch Biere hergestellt werden, die nicht dem deutschen Reinheitsgebot unterliegen.

Heute kann jeder auf der Webseite www.braufaesschen.com sein Bier in drei Schritten aus über 100.000 Möglichkeiten nach seinem eigenen Geschmack zusammenstellen. Anschließend werden alle Zutaten passend abgewogen und zusammen mit einem leeren fünf Liter Fass, einem passenden Druckventil sowie einer Bedienungsanleitung nach Hause geliefert. Damit kann in wenigen Minuten das Bier zur Gärung vorbereitet werden. Nach nur einer Woche ist das selbstgebraute Bier fertig und kann frisch vom Fass gezapft werden. Die Gründer schwammen dabei auf den Trendwellen „Mass-Customization“ und „Do-It-Yourself“. Das Konzept ging auf:

Seit Verkaufsstart im Sommer 2012 hat das StartUp mehr als 70.000 Braufässchen verkauft. Knapp 40.000 davon im Jahr 2014, was einem Jahresumsatz von 1,3 Mio. Euro entspricht. Doch das soll erst der Anfang sein. Bis 2017 beabsichtigen die Gründer einen Jahresumsatz von 10 Millionen Euro. Dabei spielt die Internationalisierungsstrategie einen wichtigen Stellenwert. Seit Herbst 2014 gibt es auch die internationale Markenvariante „Brewbarrel“ und den englischen Webshop www.brewbarrel.com. Nahezu parallel sollen Europa, Nordamerika und Australien erschlossen werden.

Neben der Internationalisierung will das Unternehmen auch über den Vertrieb von Heimbraurohstoffen und hochwertigen Lebensmittelzutaten wie z.B. Aromen weiter wachsen. Dazu gibt es seit kurzem auch einen eigenen Webshop für Arome: www.pure-flavours.com. Hier können Endverbraucher und Kleinunternehmen über 60 verschiedene Aromen für die Herstellung von Getränken- und Lebensmitteln beziehen. Damit sollen auch die Nichtbiertrinker angesprochen und als Kunden gewonnen werden. Wenn sich das Team nicht verhebt und immer auf einen positiven operativen Cash Flow achtet, kann das tatsächlich erst der Anfang einer enormen Wachstumsstory sein. Und vielleicht wird mit dem Gewinn des Deutschen Gründerpreises 2015 die nächste Wachstumsrakete gezündet. In wenigen Wochen wissen wir es.

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