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Anti-Hangover Getränk Kaaheè will Deutschland erobern

Ich habe hier im Blog schon öfters Anti-Hangover-Getränke vorgestellt, so z.B. im Rahmen der Berichterstattung im Jahr 2013 über Kreutzbergs Rezeptur (die sich ganz bewusst aus Image- und Zielgruppengründen nicht als Anti-Hangover-Getränk bezeichnen). Auch zahlreiche andere StartUps haben versucht, diesen Markt zu besetzen. Wer träumt schließlich nicht davon, eine 2. „Red Bull Erfolgsstory“ zu schreiben? Aber bisher hat es kein StartUp aus Deutschland geschafft, flächendeckend Getränkehändler oder Supermärkte als Verkaufsstellen zu gewinnen, um eine nennenswerte Marktstellung in diesem (Noch) Nischenmarkt einzunehmen.

Und jetzt schickt sich ausgerechnet ein StartUp aus Österreich mit dem Anti-Hangover-Getränk „kaaheè“ an, den deutschen Markt zu erobern. Und die Chancen dafür stehen gut. Aber beginnen wir von vorne: Vor vielen Jahren entdeckte Julien Juen (hieß vor seiner Heirat mit Nachnamen „Rauchdobler“) auf einer Reise nach Peru die rote Hochlandkaktusfeige und deren Wirkung als Anti-Hangover-Mittel (nach einer durchzechten Nacht). Nachdem der Gründer mehr als zwei Jahre lang zusammen mit Partnern das Getränk entwickelte und das Kaahée Kaktusfeigenextrakt als funktionaler Getränkeinhaltstoff patentierte, ging er 2014 an den Markt. Innerhalb eines Jahres war er mit seinem Getränk österreichweit gelistet.

Dieser Erfolg überzeugte in der Puls4 Start-up Show „2 Minuten – 2 Millionen“ die rennomierten Investoren Hans-Peter Haselsteiner, Heinrich Prokop und Michael Altrichter, die in Kaahée investierten. Im März 2015 konnte via CONDA in nur 12 Tagen Crowdkapital in Höhe von 249.900 EUR eingesammelt werden. Dank des im September 2015 in Kraft tretende Alternativfinanzierungsgesetz konnte kaaheé vor kurzem eine weitere Crowdinvestingkampagne via CONDA starten. Nach nur 20 Tagen erreichte das StartUp das selbst gesetzte Fundinglimit von 500.000 Euro. Deshalb wurde die Fundingsumme auf 750.000 EUR erhöht und wurde Stand heute fast wieder erreicht.

Wichtiger Hinweis: Selbstverständlich handelt es sich hier nicht um eine Anlage- oder Beteiligungsempfehlung. Wir übernehmen keine Haftung für Fehlinvestments. Vielmehr ist unser Ziel, hier innovative Projekte und StartUps mit Vorbildcharakter vorzustellen, um die Leser zu inspirieren.

Während der Kampagne ist ein weiterer Investor in kaaheé eingestiegen und zahlreiche weitere Angebote liegen dem Gründer vor. Damit ist kaaheé hinsichtlich seines Kapitals so gut ausgestattet, dass nach Österreich und Schweiz (mit insgesamt 1 Mio verkauften Flaschen) jetzt Deutschland angegriffen werden kann. Von dieser Kapitalausstattung können andere Anti-Hangover-Getränke StartUps in Deutschland nur träumen und müssen jetzt wahrscheinlich dabei zuschauen, wie sie von einem Österreichischen Unternehmen links und rechts gleichzeitig überholt werden. Das Ziel von Kaaheé ist, dank der Expansion in Deutschland in absehbarer Zeit 10 Mio. Flaschen zu verkaufen.

Die Crowdinvestingkampagne half Kaaheé aber noch in anderen Punkten. Viele Investoren und Interessenten gaben hilfreiches Feedback zum Produkt. So vermissten viele Kunden und Fans bisher ein Gebinde. Das soll kommen. Andere kritisierten den Verschluss, der jetzt überarbeitet werden soll. Andere wünschten sich neben der Glasflasche auch andere Getränkebehälter. Nun soll zeitnah zusätzlich eine Getränkedose auf den Markt kommen, damit kaaheé z.B. auch in Automaten verkauft werden kann.

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