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Schweizer StartUp bietet digitales Schlaftraining mementor somnium an

36% unserer Zeit schlafen wir. Bei einer Lebenserwartung von 90 Jahren sind das 32 Jahre unseres Lebens. Auf der anderen Seite berichtet jede dritte Person, unter Schlafproblemen zu leiden und jeder Zehnte erfüllt die Kriterien einer klinischen Schlafstörung. Es gibt zwar sehr wirksame Behandlungsmethoden, jedoch werden diese viel zu selten in Anspruch genommen. Eigentlich unfassbar, wenn man o.g. Zahlen vergegenwärtigt. Deshalb haben StartUps gute Chancen, die den Menschen passende Lösungen anbieten und dabei gleichzeitig die Hemmschwelle senken, solch eine Lösung zu nutzen. Und das scheint vier Schweizer Gründern zu gelingen. Sie wollen in naher Zukunft das Online-Schlaftraining mementor somnium anbieten.

Das Gründerteam des Zürcher Startup-Unternehmens entwickelt seit September 2014 in Kooperation mit der Seeklinik Brunnen (Kanton Zug) und der Universität Zürich eine innovative Lösung gegen Schlafstörungen. “Interessanterweise lässt sich nur ein Drittel der von einer Schlafstörung betroffenen Personen trotz der massiven Beeinträchtigungen professionell behandeln, obwohl es eigentlich sehr wirksame Methoden gibt, um den Schlafstörungen wirkungsvoll zu begegnen,” erläutert Alexander Rötger, Psychologe und Mitgründer von mementor. “Wir arbeiten daran, diese Methoden jedem quasi barrierefrei zur Verfügung zu stellen. Deshalb haben wir mit mementor somnium ein digitales Schlaftraining entwickelt, das dem Teilnehmer wissenschaftlich fundierte Techniken zur Verbesserung seines Schlafes vermittelt.”

Das digitale Schlaftraining mementor somnium führt den Teilnehmer durch ein sechswöchiges Programm, bestehend aus verschiedenen Modulen. Er lernt dabei, seine Schlafzeiten zu optimieren sowie mit kreisenden Gedanken im Bett umzugehen und sich durch Progressive Muskelentspannung in einen schlafförderlichen Zustand zu bringen. Eine virtuelle, animierte Figur namens “Meinolf” wird jedem Teilnehmer an die Seite gestellt. Er stellt Fragen und und erzählt hilfreiche Anekdoten, angepasst an den individuellen Bedürfnisse des Teilnehmers . Ein wesentlicher Vorteil im Vergleich zu Konkurrenzangeboten besteht darin, dass das Programm immer und überall verfügbar ist, ob auf dem Computer, Smartphone oder Tablet.

Das Kernteam bilden die vier Gründer von mementor. Noah ist Neuropsychologe, Alex klinischer Psychologe. Beide sind für den Inhalt, die wissenschaftliche Prüfung, sowie die Nutzererfahrung zuständig. Massgeblicher Ansatz für das Programm war für die beiden jungen Wissenschaftler aus Zürich die kognitive Verhaltenstherapie, eine Methode im Fachgebiet der Psychotherapie, die von Schlafexperten bei einer Schlafstörung ohne organische Ursache empfohlen wird. Komplettiert wird das Team durch Jan Kühni (Software Entwickler) und Daniel Rotzetter (Software Entwickler). Partner sind die Universität Zürich und die Seeklinik Brunnen. Bisher wurde diese Entwicklung über einen Seedcapital-Fond für innovative Projekte finanziert. Via Startnext konnten vor kurzem weitere 12.000 EUR eingesammelt werden, um mementor Schlaftraining „responsiv“ zu machen und damit die Kernentwicklung abzuschliessen.

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