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Peinliche-Pakete wechselt via Ebay den Besitzer für 4.124 EURO

Der SEO-Experte Matthew Carpenter aus Australien las im Jahr 2014 das Buch Trust Me, I’m Lying: Confessions of a Media Manipulator. Das brachte ihn auf die Idee, zu testen, wie man ein StartUp dank der Medien so schnell hypen könnte, dass man es quick & dirty für viel Geld wieder verkaufen könnte. So baute er shipyourenemiesglitter.com auf, um im Auftrag von (angepissten Kunden) “Glitterbomben” zu verschicken. Er postete seine Idee auf dem StartUp-Portal Producthunt.com (die Medienbuzz-Maschine für StartUps), initiierte eine Medienbuzz und verkaufte sein StartUp kurz nach dem Start für 85.000 USD. Wir haben hier im Blog darüber ausführlich berichtet.

Seitdem träumen auch hier in Deutschland viele davon, eine verrückte Geschäftsidee umzusetzen und vier viel Geld zu verkaufen. Dazu gehörten auch Torben Jensen und Gunnar Quedens, die im Frühjahr 2015 das StartUp-Projekt “Peinliche-Pakete” gelauncht haben. Mit folgendem Werbetext bewarben sie ihre Leistung: “Dein Kumpel hat dich versetzt, deine Freundin ist mit dem Yoga-Lehrer durchgebrannt oder beide waren nett und haben dir nichts getan? Scheissegal! Denn Jetzt gibt es endlich passende eine Antwort auf alles! Verschicke ein verdammt peinliches Paket an alle Leute, denen Du schon immer mal eins auswischen wolltest. Das Paket ist leer, aber von außen zugekleistert mit OBERPEINLICHEN Bildern! Dein Opfer muss es vom Paketboten, dem Nachbarn oder spätestes beim Postamt entgegennehmen. Im Paket befindet sich eine persönliche Nachricht von dir.”

Fast ein Jahr später haben sie ihre Geschäftsidee auf E-Bay versteigert, auch, weil sie nach eigenen Angaben jetzt neue StartUp-Projekte starten wollen. Schlappe 4.124 EUR konnten sie dafür kassieren. Für ein Jahr Arbeit ein relativ schlechter Stundenlohn. Matthew Carpenter wird darüber lächeln, schliesslich hat er wenige Tage nach dem Launch seines Startups fast das Zwanzigfache erzielen können. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass Deutschland kein so lukratives Pflaster für solche Crazy-Geschäftsideen ist. Das bringt mich auf eine StartUp-Idee. Wie wäre es mit einem StartUp-Booster? Er transformiert eine vielversprechende Idee aus Deutschland in die USA und verkauft die Ideen in kurzer Zeit für viel Geld. Die Erlöse werden sich dann fair geteilt.

Torben Jensen & Gunnar Quedens

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