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Mit form.bar geht die Zeit standardisierter Möbel vom Fließband zu Ende

Möbel gibt es häufig nur in Standardmaßen. Was macht man aber, wenn man Nischen, enge Flure, hohe Decken oder halbrunde Wände hat und den Raum optimal nutzen will? Bisher ist man in diesen Fällen zu einem Schreiner gegangen und hat Maßmöbel bestellt. Das ist aber sehr teuer und zeitaufwendig. Zudem kommt der Schreiner auch schnell an seine Grenzen des Machbaren. Deshalb haben Nikolas Feth und Alessandro Quaranta die Firma Okinlab gegründet und die 3D-Webanwendung form.bar entwickelt.

Mit Hilfe dieser Software können Kunden ihre Möbel selbst entwerfen und spielerisch an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Neu daran ist dienahezu unbegrenzte interaktive Formfindung. Möglich wird dies am virtuellen Modell in einer intuitiven 3D-Benutzeroberfläche. Form, Farbe und Material der vorgeschlagenen Designtypen sind variabel. Voreingestellt sind lediglich die statischen, funktionalen und herstellungsbedingten Grenzen der Möbel. Sämtliche Änderungen des Designs sowie der Preis des Möbelstücks lassen sich in Echtzeit überprüfen.

Im Anschluss an die Konfiguration erstellt form.bar automatisch ein Zuschnittmuster. Die Software übermittelt die Daten direkt digital an den produzierenden Schreinerbetrieb aus der entsprechenden Region. Dieser fertigt mithilfe von CNC-Bearbeitungsmaschinen die Einzelteile der hochwertigen Unikate. Der Kunde erhält sein Wunschmöbel in Form eines Holzstecksystems, das er leicht selbst zusammen bauen kann. Form.bar erfasst den gesamten Prozess der Möbelherstellung, vom Design über die Produktion bis hin zur Auslieferung. Der Kunde wird selbst zum Produktentwickler und Sonderanfertigungen in regionaler Schreinerqualität sind erstmals kostengünstig möglich.

Die Besonderheit: Neben rechtwinkligen Designs ermöglicht form.bar eine von der Natur inspirierte individuelle Gestaltung mit sanften Kurven auf Basis des orthogonalen Stecksystems. In der Kundengalerie kann man sich einen Eindruck verschaffen, welche Möglichkeiten form.bar bietet. Aber es gibt noch einen Pluspunkt: Der Vertrieb kann auf mehrere Schultern verteilt werden. Denn neben Endverbrauchern gehören Fachhändler, Architekten, Designer und auch Schreiner zu den Anwendern von form.bar. Wir haben hier im Blog erstmals im März 2014 über diese Geschäftsidee berichtet und sind beeindruckt, wie aus der Idee Realität wurde.

One Response to Mit form.bar geht die Zeit standardisierter Möbel vom Fließband zu Ende

  1. Alfred sagt:

    Endlich kommen mehr Geschäfte von der Fließbandware weg, den das gute ist das was noch mit Hand gemacht oder in diesem fall veredelt wird! Das ist aber wichtig, dies Schafft ja:
    A. Arbeitsplätze bzw eher sichert die, was in der heutigen Zeit wichtig ist.
    B. Wird dadurch die Individualität der Möbel/der Wohnung möglich.
    C. Ist es mal was ganz anderes im vergleich zu anderen Möbelgeschäften wie dem Skandinavischen mit seinen Würstchen 😀

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