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Britische Neuwagen-Kaufplattform „carwow“ will mit dem Einfachheitsprinzip auch Deutschland erobern

Im Jahr 2007 ist die Neuwagen-Vermittlungsplattform „meinauto.de“ in Deutschland an den Start gegangen. Mit jährlich rund 13 Millionen Website-Besuchern und mehr als 20.000 Kundenanfragen pro Monat bezeichnet sich das Kölner Unternehmen als Marktführer unter den Internetvermittlern von Neuwagen. Interessenten können markenübergreifend aus 35 Herstellern und Importeuren sowie über 500 Modellen wählen und erhalten Kontakt zu Anbietern bundesweit mit den besten Verkaufspreisen.

Doch jetzt will das StartUp „carwow“ mit Sitz in London auch den deutschen Markt anpeilen, nachdem es in seinem Ursprungsmarkt Großbritannien bereits wenige Jahre nach der Gründung die Marktführerschaft übernehmen konnte. Möglich machte das der selbstentwickelte Suchalgorithmus, der neben Preis auch Standort und Kundenorientierung der Fahrzeughändler mit berücksichtigt. Denn für viele Neuwagenkäufer ist der Preis nicht das einzige Kaufargument, sondern auch die Nähe des Händlers und die Serviceorientierung nach dem Kauf.

Und genau in diesem Auswahlverfahren sieht Carwow auch ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal gegenüber meinauto.de und autohaus24.de, die bisher hauptsächlich den Verkaufspreis als Auswahlkriterium angesetzt haben. Allerdings hat meinauto.de auf den Erfolg von Carwow reagiert und im letzten Herbst sein Vertriebskonzept um das neue Produkt „Meinauto local“ erweitert. Seitdem können Kunden, die über Meinauto.de eine Anfrage stellen, auch Angebote aus ihrem unmittelbaren Einzugsgebiet erhalten und nicht nur überregional. Bereits jetzt haben sich mehr als 1.000 Händler für diesen Service registriert.

Doch Carwow verlässt sich nicht alleine auf sein Auswahlverfahren, sondern will auch dank der einfachen Bedienbarkeit und User Experience überzeugen. carwow will quasi zum „Google der Neuwagen-Kaufplattformen“ werden. Auch wird komplett auf Werbung auf der Homepage verzichtet. Vielmehr will man nur dank der fixen Vermittlungsgebühr pro Fahrzeug Umsätze generieren. Und genau dank des Mottos „weniger ist mehr“ könnte carwow auch in Deutschland bald durchstarten.

Der Weg bis zur deutschen Marktführerschaft ist allerdings noch lange. Denn während carwow in Großbritannien mit mehr als 1.500 Händlern zusammenarbeitet, sind es hier in Deutschland zum Start nur ca. 50 Händler (mit den Schwerpunkten NRW und München) und auch die Zahl der Automarken ist noch begrenzt. Allerdings erhofft man sich dank des deutschen Geschäftsführers Philipp Sayler von Amende, dass man bis Ende des Jahres hinsichtlich der Auswahl konkurrenzfähig geworden ist. Und dank einer Series-B-Finanzierung Ende 2015 in Höhe von € 16 Millionen durch Accel Partners (bekannt durch Investments in Spotify, Dropbox, Groupon oder Check24) hat das StartUP auch den nötigen langen Atem.

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