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Evalea macht Weiterbildungserfolge messbar

„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung“. Dieses Zitat stammt von John F. Kennedy und besitzt auch heute noch Gültigkeit. Deshalb investieren viele Unternehmen viel Geld in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Doch was bringt die Weiterbildung in Heller und Pfennig? Welche Angebote rechnen sich und welche nicht? Welche Trainer und Seminarleiter bringen einen Mehrwert und welche nicht? Um diese Fragen zu beantworten, müssen Unternehmen die Ergebnisse evaluieren, indem sie ein Weiterbildungscontrolling einführen. Selbst große Unternehmen tun sich dabei schwer, was sollen dann erst kleine und mittlere Unternehmen sagen?

In diese Marktlücke sind Timo Riedle und David Maurer im Jahr 2015 mit Ihrem Start-Up Evalea gesprungen. Sie bieten eine Weiterbildungsevaluation in Form eines SaaS-Angebotes an. Konkret werden danach einem bestimmten Zeitfenster im Anschluss an die Weiterbildung durch eine Online-Befragung der Teilnehmer überprüft, ob durch die Schulung tatsächlich neue Fähigkeiten erlernt wurden und wie diese im Arbeitsalltag genutzt werden. Zusätzlich erlaubt das System die Rückmeldung der Evaluationsergebnisse an die Teilnehmer und Führungskräfte. Dies wird von den beiden beteiligten Gruppen ausdrücklich erwünscht und stärkt die Bereitschaft, an einer Evaluation teilzunehmen.

Das Benchmarking-Tool ist ein wichtiges USP von Evalea: Konkret wünscht sich jedes Unternehmen einen ROI für Trainingsmaßnahmen berechnen zu können. In der Realität sind die Einflüsse dafür aber viel zu multikausal um berechnen zu können wieviel finanziellen Mehrwert ein Training für 3.000 € liefert. Viele Unternehmen haben sich darin versucht hier konkrete Outputzahlen zu berechnen. Keiner konnte hierfür jedoch einen überzeugenden Ansatz liefern, sodass der Wunsch nach einer Effizienzfeststellung bleibt, die Herangehensweise jedoch nicht vorhanden ist.

Evalea liefert deshalb einen völlig neuen Ansatz. Evalea bietet den Kunden ein geschütztes Frageset direkt im System an, welches das Start-Up in Kooperation mit der Uni Bayreuth und der TU Kaiserslautern entwickelt und getestet habt. Über 90 % der Kunden greifen auf dieses Frageset zurück. Somit kann Evalea mittlerweile auf mehrere Tausend Vergleichswerte zurückgreifen und den Unternehmen zur Verfügung stellen. Die Unternehmen bekommen somit realistische Vergleichswerte für die Qualität ihrer Seminare und direkt Handlungspotenziale aufgezeigt.

Natürlich strebt jeder in Schulnoten gesehen nach einer 1,0 Bewertung für einen Trainer. Es hilft den Unternehmen aber enorm zu wissen das ein Vertriebstrainer mit einer 1,9 Bewertung im Bereich „Praxisrelevanz“ eher ausgetauscht werden sollte, ein solches Ergebnis für ein Steuer-Training aber absolut Spitze wäre. Es werden jedoch nicht nur Inhalte und Methoden vergleichbar und in einen realistischen Rahmen gesetzt, sondern auch ein besonderer Fokus auf den Wissenstransfer gelegt.

Durch die Transferbefragung 4-12 Wochen nach einem Training wird für die Unternehmen ersichtlich ob die Teilnehmer „einfach“ nur eine schöne Zeit fernab des Arbeitsplatz verbracht hatten oder auch tatsächlich neues Wissen erlernt wurde. Hierfür bietet Evalea ebenfalls einen Fragebogen und die zugehörigen Vergleichswerte an.

Erste Erfahrungen zum Thema konnten die beiden Gründer während ihres Studium an der Universität Bayreuth machen. Anschliessend starteten sie als Ausgründung. Jedoch verlegten sie ihren Sitz schnell nach Frankfurt, weil hier schon zahlreiche Kunden vorhanden waren und weil sie damit zentral in Deutschland positioniert waren. Dass die Entscheidung richtig war, zeigte spätestens die Beteiligung mehrerer Business Angels aus der Region Frankfurt Ende 2015.

Als erfolgreiche Vertriebskanal haben sich Messeauftritte herausgestellt. Das liegt auch an der Mehrwertaktion, die sie auf den Messen anbieten. Auf dem Messestand bietet Evalea immer einen kostenlosen Kurzcheck des Evaluations-Fragebogens an, den die Unternehmen bisher verwenden. Alle Fragebögen, die im Laufe der Messe überreicht oder nachträglich gesendet wurden, werden auf Form und Inhalt überprüft. Anschließend erhalten die Unternehmen Verbesserungsvorschläge. Der Effekt: Nachdem die Unternehmen den „neuen“ Fragebogen erfolgreich implementiert haben, kommen diese erneut auf Evalea zu und zeigen großes Interesse an dem Evaluationssystem.

Weiterhin haben sich eigens erstellte Studien als wertvolles Marketininstrument erwiesen. Evalea hat mittlerweile bereits mehrere Studien in Eigenregie durchgeführt und konnten neben einer Vielzahl an interessanten Erkenntnissen auch unmittelbar Kunden gewinnen können. Dabei half, dass Evalea als universitäre Ausgründung von Anfang an einen sehr großen Fokus auf die Kombination von Wissenschaft und Praxis legte.

2 Responses to Evalea macht Weiterbildungserfolge messbar

  1. Belt sagt:

    Es ist immer gut für die Motivation, wenn die Weiterbildungsmaßnahmen auch messbar sind. Ich werde mir das mal etwas näher ansehen.

  2. Green Belt sagt:

    bei dem massenhaften Angebot an Weiterbildung frage ich mich wie die Messbarkeit realisiert wird.

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