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Crazy: Nacktrestaurants in Innenstädten könnten zum Trend werden

Sebastian Lyall sorgt in London seit einiger Zeit mit seinen Pop-Up-Restaurant-Ideen für viel Aufmerksamkeit. Als er vor einigen Monaten ankündigte, als nächstes in London ein Nacktrestaurant eröffnen zu wollen, dachten viele, dass er erstmals den Bogen überspannen könnte. Allerdings ließen sich schon im Vorfeld mehr als 45.000 Menschen auf die Warteliste setzen. Schon wieder hatte Lyall das richtige Gespür bewiesen.

Auch bei „The Bunyadi“ handelt sich wieder um ein Popup-Restaurant. Das Motto lautet: Zurück zur Natur. Nicht nur die Bedienung ist nahezu unbekleidet, sondern auch die Gäste können im Nacktbereich nackt essen. Mobiltelefone sind verboten. Strom gibt es im ganzen Restaurant nicht. Es wird über einer Feuerstelle gekocht. Für Licht sorgen die Kerzen. Das Essen im Restaurant mit 42 Plätzen soll wieder zum sinnlichen Erlebnis werden.

Obwohl das Konzept so ungewöhnlich ist, reißen sich die Journalisten darum, dieses etwas andere Restaurant zu besuchen und darüber zu berichten. Aber nicht alle äußern sich begeistert darüber, dass hier nicht schlanke Menschen Gäste sind, obwohl man sich im Barbereich mit Bademantel aufhalten kann und erst in den separaten Essnischen alles ablegt.

Und genau diese Kritik greift das Nacktrestaurant „The Amrita“ auf, das im Juli in Tokio die Tore öffnen will. Hier sind laut AGB´s Menschen nicht willkommen, die als 15 kg Übergewicht aufweisen. Auch Gäste über 60 Jahre dürfen nicht eintreten. Zudem wird noch eine stolze Eintrittsgebühr von ca. 660 EUR verlangt. Da ist das Essen noch nicht dabei, das zwischen 115 und 230 EUR kosten soll. Dafür bieten die männlich, nahezu unbekleideten Kellner auch eine große Show.

Schon auf den ersten Blick kann man erkennen, dass das Konzept in Tokio deutliche Unterschiede zu dem in London aufweist. Aber der Trend zum Nacktrestaurant bildet sich schon langsam ab. Dabei arbeiten die japanischen Kollegen stark mit einer Konfliktmarketingstrategie. Denn durch die Übergewichtsregel werden die Macher schon jetzt stark angefeindet im Social Web. Aber vielleicht ist das auch PR-Kalkül.

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