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Social Start-Up Africa Green Tec will in 12 Monaten 50 mobile dezentrale Energieversorgungseinheiten aufbauen

Africa Green Tec möchte mit seinen Solar- und Windanlagen (mit integriertem Speicher), die in Afrika errichtet werden, die Abhängigkeit der Bewohner vor Ort vom fossilen Brennstoff Diesel als Energieträger ablösen. Bereits im April 2015 wurde über bettervest der erste mobilen Solarcontainer als Mietkaufmodell via Crowdfunding finanziert. Projektträger ist die Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG. Gemeinsam mit gespendeten LEDs von Lumindo wurde das Dorf Mourdiah in Mali mit Strom und Licht versorgt. Der angefragte Fremdkapital-Anteil für die Realisierung des Pilotprojektes betrug 107.700 € und kam in nur 72 Stunden zusammen. Der Container wurde in Mali im Dezember 2015 in Betrieb genommen. Derzeit wird via bettervest ein weiteres Projekt, das zwei Solarcontainer umfasst, finanziert. Die Funding-Summe in Höhe von 346.500 EUR wird in wenigen Stunden erreicht sein. Wichtig: Die Bewohner von Mali erhalten keine Almosen, sondern zahlen per Raten die Anlage ab, bis sie ihnen gehört.

Doch das war erst der Anfang, wie mir Torsten Schreiber, Gründer von Africa Green Tec, verraten hat. Das Social StartUp will in naher Zukunft mit der Regierung in Mali 50 weitere Standorte elektrifizieren. Die 50 Standorte sollen über eine Tilgungsanleihe finanziert werden, die das Frankfurter Emissionshaus AHP Capital ab Herbst 2016 vermarkten will. An der Zeichnung der Anleihe haben nach Aussagen von Torsten Schreiber bereits namhafte Stiftungen, Nachhaltigkeitsbanken, Kirchen etc. ihr Interesse bekundet.

Das ist aus meiner Sicht ein schönes Beispiel, wie ein Markttest dank Crowdfunding finanziert werden kann. Und wie durch die erfolgreiche Umsetzung dieses Pilotprojektes im nächsten Schritt institutionelle Geldgeber gewonnen werden können, um das Projekt auf die nächste Stufe zu stellen. So kann schnell aus einem kleine Projekt ein großes Unterfangen mit viel Strahlkraft werden. Ohne die Macht der Masse wäre das wahrscheinlich nicht oder nicht so schnell möglich gewesen. Aber es braucht auch immer Visionäre wie Torsten Schreiber, die das Projekt immer wieder vorantreiben, um die Vision zur Wirklichkeit werden zu lassen. Ohne einen Antreiber geht es nicht und ohne die Masse auch nicht. Alles muss zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort vereinigt werden. Mehr zu Story hier im Video:

Weitere wegweisende Geschäftsideen finden Sie im Best-Practice-Special „Green Tech StartUps“.

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