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Wie Grillido zum Umsatzmillionär geworden ist

Vor (fast) allen anderen haben wir im Mai 2015 hier im Blog darüber berichtet, wie Grillido mit dem ersten „Eiweißshake in Wurstform“ die Wurstrevolution plant. Uns gefiel damals nicht nur das Produkt, sondern auch die Vertriebsstrategie im Rahmen der Markteintrittsstrategie. Das Start-Up entwickelt z.B. spezielle Fitnesswürste, um sie in Fitnessstudios zu verkaufen. Nicht nur für Vertriebspartner, sondern auch für Großabnehmer wie Restaurantketten, werden spezielle Wurstkreationen mit den Kunden entwickelt, damit sie sich bewusst von den Konkurrenten abgrenzen können. Um keinen nennenswerten Lebensmittelabfall zu produzieren, werden die Würste erst produziert, wenn die Bestellungen vorliegen.

Auch Frank Thelen zeigte sich in „Die Höhle der Löwen“ vom Konzept begeistert. Die Gründer von Grillido waren aber von seinem Angebot nicht überzeugt. Deshalb nahmen sich Michael Ziegler und Manuel Stöffler Zeit, bis Sie ausgewählte Investoren wie die Gründer von mymuesli und Flixbus an Bord nahmen. Sie verlegten ihren Stammsitz nach München und konnten mit dem Geld professionelle Firmenstrukturen aufbauen und gute Mitarbeiter einstellen. Weiterhin arbeiteten sie daran, Fitnessstudios als Vertriebspartner zu gewinnen. Mittlerweile verkaufen mehr als 300 Fitnessstudios in Deutschland die Grillido-Würste. Bald sollen Fitnessstudios in ganz Europa folgen.

Aber natürlich wurden auch zahlreiche weitere Vertriebskanäle dank der Bekanntheit und professionellen Vertriebsarbeit erschlossen. So überzeugte Grillido Jürgen Mäder, Geschäftsführer EDEKA Südwest Fleisch, vom Potential seiner Produkte. Grillido und EDEKA beschlossen daraufhin eine strategische Partnerschaft. Seit dem Sommer präsentiert sich Grillido als erstes Unternehmen überhaupt mit auffälligem Branding in der Frische-Theke von 700 Supermärkten der EDEKA Südwest. Darüber hinaus ist Grillido ab Juli deutschlandweit in den Innovationsregalen von REWE platziert, 130 REWE Supermärkte in Österreich folgen noch in diesem Jahr. Das zeigt, dass die etablierten Einzelhandelsriesen immer offener für Food-Innovationen von Start-Ups werden und hier keine großen Eintrittshürden mehr aufbauen.

Ab Juli sind die Sport-Landjäger als Snack-To-Go auch in ausgewählten Müller-Drogeriemärkten erhältlich. Grillido Sport ist damit das erste Fleisch-Produkt überhaupt in der Drogerie. Die deutschlandweite Listung im Lebensmitteleinzelhandel ist als nächstes geplant. Im August startet außerdem eine große Kooperation mit dem Kochbox-Versender HelloFresh, die neue Gerichte mit den Grillido-Kreationen entwickelt haben. Aber auch in der Direktvermarktung macht Grillido immer mehr Fortschritte. Mittlerweile ist der Wurstrevolutionär bei Aramark gelistet, was die Belieferung von vielen Betriebskantinen ermöglicht. Wurst ist hier seit jeher der Top-Seller im Mittagsgeschäft, Grillido liefert nun eine gesunde und leckere Abwechslung zur Currywurst. Das Ergebnis: Nach zehn Vollzeit-Monaten erreichte Grillido die erste Umsatzmillion. Und jetzt wurden sie auch noch Deutscher Gründerpreissieger in der Kategorie „Start-Up“.

Das Beispiel zeigt, dass ein innovatives Produkt die Basis für Erfolg sein kann. Aber nur, wenn das auch im Vertrieb entsprechend konsequent umgesetzt wird, stellen sich die Erfolge schnell ein. Und Grillido ist nicht alleine. In unserer Rubrik „Idee – Food“ haben wir bisher 200 innovative Geschäftsideen zum Thema vorgestellt. In der Magazin-Rubrik „Marketing“ haben wir mittlerweile knapp 20 Top-Strategien aufgezeigt, wie man als Start-Up erfolgreich durchstarten kann. Nur, wenn man verschiedene Strategien miteinander kombiniert und konsequent umsetzt, stellt sich der Erfolg ein. Viel Erfolg beim „puzzeln“.

Foto: Grillido / Infoquelle: Pressemitteilung Deutscher Gründerpreis

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