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Fresh Energy freut sich, wenn der Kunde weniger Energie verbraucht

Wenn man private Stromkunden fragt, wie viel Strom sie zu Hause verbrauchen, wissen sie meistens nicht, was und wofür sie zahlen. Stromverbrauch und Stromrechnung sind für viele Kunden immer noch eine Black Box. Dagegen wird zum Beispiel bei der Handy-Rechnung monatlich detailliert aufgeschlüsselt, welche Kosten wofür entstanden sind. Und genau diese Transparenz will der digitale Energieversorger Fresh Energy nun auch für die privaten Stromverbraucher herstellen und noch vieles mehr.

So funktioniert Fresh Energy: Bei Abschluss eines monatlich kündbaren Ökostrom-Vertrags bei Fresh Energy wird dem Kunden kostenlos ein intelligenter Stromzähler, ein sogenanntes Smart Meter, eingebaut. Es berechnet jeden Monat exakt, wie viel Strom man daheim verbraucht. Bei der monatlichen Abrechnung zahlt der Kunde dann auch nur den tatsächlich verbrauchten Strom und keinen Pauschalbetrag. Angenommen, der Kunde ist im Sommerurlaub und hat fast alle Verbrauchsgeräte abgeschaltet, dann fallen in einem Monat vielleicht sogar einmal fast gar keine Energiekosten an.

Darüber hinaus verrät das Smart Meter dem Kunden, wie viel Energie seine einzelnen Haushaltsgeräte benötigen. Zumindest bei den großen Verbrauchern wie Waschmaschine, Kühlschrank oder Trockner erkennt der Algorithmus von Fresh Energy sehr präzise, wie viel Energie sie im Betrieb verbrauchen. So erfährt der Kunde anhand seiner monatlichen Kostenaufstellung per App oder am Rechner, an welcher Stelle im Haushalt ihm das meiste Geld durch die Finger rinnt. Und kann sich dementsprechend überlegen, ein „altes Schätzchen“ gegen ein energieeffizienteres Gerät auszutauschen.

Im dritten Schritt, der noch Zukunftsmusik ist, soll der Kunde vom intelligenten Stromnetz der Zukunft profitieren. Dazu soll das Smart Meter die Strompreise der nächsten Tage und Stunden anhand von Verbrauchs- und Wetterlage antizipieren, den Stromverbrauch im Haushalt anpassen und dem Kunden so viel Geld sparen. Um dieses Ziel bald zu erreichen, hat das Berliner GreenTech-Startup der beiden Gründer Christian Bogatu (CEO) und Daniel von Gaertner (COO & CPO) jetzt 3 Millionen Euro Beteiligungskapital vom innogy Innovation Hub eingesammelt, mit dem auch gemeinsam das Start-Up aufgebaut wurde.

Bei der Entwicklung und Umesetzung half auch das Start-Up discovergy (bietet Smart Meter Lösungen für Industrie an), das Aussteller der 10. EnergieEffizienz-Messe am 6./7. September 2017 in Frankfurt ist. Hier können sich alle Interessierte erkundigen, welche Lösungen in den Bereichen Energieeffizienz, Energiemanagement, Messtechnik und Smart Metering für Industrie-, Immobilienwirtschaft und Kommunen angeboten werden. Früher oder später finden diese Entwicklungen auch Einzug bei Lösungen für Privatkunden.

Mehr interessante Geschäftsideen zum Thema präsentieren wir in den Best-Practice-Specials „Energieeffizienz Start-Ups“ und Green Tech.

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