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Einfachheitsprinzip: FIVE Skincare Naturkosmetik beinhaltet maximal fünf Inhaltsstoffe

Anna Pfeiffer hatte gestern ihren großen Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ mit ihrer Start-Up-Idee „Five Scincare“. Um die Löwen für ihre Geschäftsidee zu begeistern, überreichte sie den Investoren die Kosmetikverpackung der Konkurrenz und ließ sie alle Inhaltsstoffe vorlesen, die in diesem Kosmetikprodukt enthalten sind (geniale Pitch-Idee). Es ist erschreckend, wieviele Inhaltsstoffe in vielen Kosmetikprodukten enthalten sind. Noch irritierender und verwirrender ist, dass bei der Angabe der Inhaltsstoffe viele Fachbegriffe verwendet werden, die kein normaler Konsument kennt.

Das Motto von FIVE Scincare lautet dagegen: „Weniger ist alles!“ Jedes Produkt der Kosmetiklinie von Anna Pfeifer kommt mit fünf natürlichen Inhaltsstoffen aus. Der Name ist Programm. In ihren Produkten sind keine synthetischen Duft-, Farb-, Konservierungs- oder Füllstoffe, Emulgatoren, Parabene oder Silikone enthalten. Dieser Minimalismus setzt sich auch bei der Beschriftung (der Strich vom „i“ beim Firmennamen fehlt) und bei der Verpackung fort. Zudem verzichten alle FIVE Skincare Produkte auf Wasser, das in den meisten Beauty-Produkten als Zusatz oder Füller verwendet wird. Die Produkbandbreite umfasst derzeit einen Augen- und Gesichts-Make-Up Entferner, eine Face & Body Shea Cream sowie ein Soft & Glossy Hair Moisture Serum und das Coconut & Bergamot Body Scrub.

Gegründet wurde das Züricher Beauty-Label 2016 von Anna Pfeiffer, nachdem sie keine Pflegeprodukte für ihre sensible Haut fand, die ihren Ansprüche gerecht wird. Trotz der starken Konkurrenz von Kosmetik-Weltkonzernen hofft sie, eine lukrative Marktlücke besetzen zu können und einen Brand entwickeln zu können. Auch wenn die Löwen skeptisch waren, machte Judith Williams ein Angebot, dass im zweiten Anlauf von der Gründerin angenommen wurde. Wie einige Medien berichten, ist der Deal im Rahmen der Detailverhandlungen doch noch geplatzt. Das ändert nicht daran, dass die Geschäftsidee genial einfach ist und die Chancen gut stehen, sich im Markt zu positionieren.

Im Rahmen der Ratgeber-Serie „Neue Geschäftsideen finden“ erläutern wir, wie man mit Hilfe des Einfachheitsprinzips neue Ideen entwickelt. Weitere Beispiele, wie man das Einfachheitsprinzip anwendet, sind hier aufgelistet. Und wer neue Ideen für Verpackungsaufschriften sucht, wird im Best-Practice-Special „Verpackung“ fündig.

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