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KODAK will dank Blockchain-Technologie die Lizenzierung von Bildrechten vereinfachen

Die Firma Kodak schaut auf eine lange Firmenhistorie zurück. Es gab viele Erfolge, aber auch viele Misseerfolge. 2015 konnte die Insolvenz nicht vermieden, aber ein Restart realisiert werden. Seitdem versucht sich Kodak immer wieder neu zu erfinden. Für viel Aufmerksamkeit hat Anfang dieses Jahres die Meldung gesorgt, dass Kodak zeitnah einen Marktplatz für Bildlizenzen eröffnen will und dafür eigens eine Kryptowährung herausbringt, den KodakCoin.

Konkret sollen die Fotografen auf der Plattform Kodakone ihre Werke registrieren und die Lizenzbedingungen als “Smart Contracts” hinterlegen. Im ersten Schritt dient die Plattform dazu, dass die Fotografen dort ihre Werke verkaufen können. Die Transaktionswährung dafür ist der KodakCoin. Im nächsten Schritt soll das World Wide Web nach den bei Kodakone eingestellten Bildern durchsucht werden und Lizenzverletzungen entdeckt werden. Im nächsten Schritt soll automatisch eine Nachlizenzierung erfolgen, so dass der Fotograf den fairen Lohn für seine Arbeit erhält, ohne sich darum kümmern zu müssen.

Am 31. Januar 2018 soll das Initial Coin Offering von KodakCoin starten, reguliert durch die amerikanische Wertpapieaufsichtsbehörde SEC. So erhofft sich Kodak auch, dieses Vorhaben vorzufinanzieren. Die Zukunft wird zeigen, ob sich Kodak mit der Idee von KodakOne neu erfinden kann. Das gute Zeichen: Die Börse glaubt an die Idee. Am Tag, als die Idee im Rahmen des CES-Messeauftrittes der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, verdoppelte sich der Aktienkurs von Kodak. Wenige Wochen später konnte sich der Aktienkurs fast vervierfachen. Das zeigt einmal mehr, dass die Blockchain-Phantasie auch an den Aktienmärkten (fast) keine Grenzen kennt. Aber die Grundidee von KodakOne ist eine “Wette” Wert, zumindest für Kodak selbst.

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