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Hype-Geschäftsidee: Rating für Kryptowährungen

Und wieder einmal werden wir Zeuge eines „Goldrausches“. Dieses Mal sind es Kryptowährungen, die sich gerade große Beliebtheit erfreuen und als Spekulationsobjekte „missbraucht“ werden. Dabei wird es viele Verlierer geben. Aber es gibt auch clevere Unternehmer, die nicht nach „Gold schürfen“, sondern die „Schaufeln“ an die „Goldgräber“ verkaufen. Und dazu gehört seit kurzem auch die Ratingagentur Weiss. Bisher hat diese kleine, eher unbekanntere Ratingagentur Aktien, Investmentfonds und Banken analysiert und anschließend ein entsprechendes Ratingurteil gefällt.

Doch jetzt hat die Ratingagentur eine „Goldader“ ausfindig gemacht. Sie hat den ersten Ratingbericht zu Kryptowährungen herausgegeben. Mehr als 70 Kryptowährungen wurden für diesen Zweck analysiert. Und die Agentur hat sofort einen PR-Coups gelandet, indem sie vermeldet hat, dass der Bitcoin nur mit einer „C+“ (vergleichbar mit der Schulnote 3+) bewertet wurde. Besser hat Etherum mit einer „B“ (vergleichbar mit der Schulnote 2) abgeschnitten.

Grund für die bescheidene Bewertung des Bitcoins liege u.a. darin, dass die Transaktionen zu teuer und zu langwierig seien, der Preis zu sehr schwanke und Verbesserungen am Code kaum möglich seien. Und genau hier könne Etherum deutlich punkten und bei der Verbreiterung zumindest annähernd mit dem Bitcoin mithalten. Und deshalb konnte Etherum das Krypotwährung-Rating aktuell anführen. Denn eine bessere Note als „B“ hat Weiss Rating gar nicht vergeben, was aber bezogen auf andere Ratinganalysen von Weiss nicht ungewöhnlich sei.

Nicht allen schien das Ratingergebnis gefallen zu haben. Weiss Rating wurde kurz nach Veröffentlichung erster Ergebnisse Opfer eine DDoS-Attacke. Allerdings hat das der Agentur mehr genutzt als geschadet. Denn dank der Attacke wurde nur noch mehr über dieses Rating berichtet und vermeintliche Hinterleute und Motive der Attacke gerätselt. Für Weiss Rating ist das Kryptowährung-Rating aber nicht nur ein PR-Coups. Für aktuell schlappe 468 US-Dollar Jahresgebühr erhalten die Interessenten ein wöchentliches Update des Rating-Berichtes zugeschickt. Damit sind sie anderen Anleger evtl. einen wichtigen Schritt (zeitlich) voraus. Der Einsatz könnte sich lohnen, am meisten natürlich für Weiss Rating.

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