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Eine gute Marke ist die „Lebensversicherung“ für ein Startup, auch wenn das erste Produkt kein Topseller ist

Im Jahr 2014 haben wir hier im Blog erstmals über das Kärntner Startup „Bergaffe“ berichtet. Damals konnten sie mit ihrem multifunktionalen Schneeschaufel via Crowdfunding einen ersten Achtungserfolg erzielen. Schnell mussten die Macher allerdings feststellen, dass man mit diesem noch so genialen Produkt nicht reich werden würde, weil der Markt dafür zu klein ist und die Entwicklungskosten relativ hoch waren. Aber das war kein Grund aufzugeben. Schliesslich erkannten sie schnell, dass ihr Markenname die Basis für viele weitere Produkte sein konnte.

In Kooperation mit Northland Professional entwickelten sie im nächsten Schritt eine Kollektion an Outdoor-Bekleidung. Im ersten Schritt werden unter der Marke Jacken und Hosen verkauft, im nächsten Schritt sollen Rucksäcke folgen. Und da David Dietrich, einer der Gründer von Bergaffe, auch mit seinem anderen Projekt (Flying Tent) Erfahrungen und Erfolge mit einer Crowdfundingkampagne sammeln konnte, setzte auch Bergaffe wieder auf diesen Erfolgsweg.

Und tatsächlich konnten vor kurzem auf Kickstarter mehr als 250.000 Euro Crowdmoney eingesammelt werden. Damit überflügelten sie ihr Mindestziel (30.000 Euro) um ein Vielfaches. Und da meinen einen erfolgreichen Weg weiter gehen sollte, habe sie im Anschluss eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo gestartet. Hier werben sie natürlich als Referenz mit dem Kickstarter-Erfolg. Das ist ein guter Anfang, um sich bei der „Born-Global“-Zielgruppe einen Namen zu machen und im ersten Schritt via Direktvertrieb Achtungserfolge zu erzielen. Der Rest (Offline-Vertriebspartner) kommen dann fast von selbst.

Das ist ein schönes Beispiel, wie man nicht verzagen muss, wenn das erste Produkt nicht die erhofften Erfolge einfährt. Wenn die Basis (die Marke) stimmt, kann man trotzdem den Weg erfolgreich weiter gehen, indem man vielleicht auch einige Abzweigungen wählt. Dann kann es aber hilfreich sein, sich jeweils passende Partner ins Boot zu holen, da man nicht bei allen Produkten Experte (in der Entwicklung und Produktion) sein kann. Wichtig ist aber, dass man eine Kernkompetenz hat (z.B. initiieren von Crowdfundingkampagnen und Marketing/Vertrieb). Und sehr wohl kann trotzdem auch auf mehrere Karten setzen, wie David Dietrich mit Bergaffe und Flying Tent beweist.

Foto: Bergaffe

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