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MaisonMarché verwandelt Privatwohnungen in Modeboutiquen

Sarah Easley Überlegte lange, wie sie hochpreisige Mode von noch unbekannten Designern an die Frau von Welt verkaufen könnte. Der Aufbau eines Onlineshops kam für sie nicht in Frage, weil hohe Retourenquoten häufig dazu führen, dass Mode-Onlineshops häufig hohe Verluste einfahren. Deshalb versuchte sie es mit der Eröffnung einer Modeboutique. Aber auch in diesem Fall standen überschaubare Einnahmen hohen Fixkosten gegenüber.

Deshalb bediente sich die Händlerin der Idee, sich in Privatwohnungen einzumieten. Somit war die Idee für Home-Pop-Up-Shops geboren. Um sich allerdings vom „Schmuddel-Image“ der Homeshopping-Partys zu distanzieren, mietet sich Sarah Easley nur in Privathäuser und -wohnungen von wohlhabenden Menschen ein. Hier stimmt nicht nur das Ambietente, sondern auch der Bekanntenkreis der „Vermieterin“.

Um aber den Verkaufserfolg von Maison Marche nicht dem Zufall zu überlassen, werden alle Modeartikel nach den persönlichen Vorlieben der Kunden, die auf der Gästeliste der Homeshopping Partys stehen, ausgewählt. Stylisten vor Ort beraten die Gäste zusätzlich bei der Zusammenstellung der Modeartikel. Attraktiv für die Gäste ist, dass es sich um Modestücke von noch unbekannten Modedesignern handelt. Somit agieren die Kunden als Trendsetter und grenzen sich von anderen Kunden ab, die Massenware tragen.

Und Sarah Easley geht bei diesem Vertriebskanal kein großes wirtschaftliches Risiko ein. Denn sie zahlt keine Miete an die Gastgeber, sondern beteiligt sie prozentual an den Verkaufserlösen. Die Modedesigner bzw. Partnerhändler verpflichten sich zudem, ihre Modeartikel auf Komission zur Verfügung zu stellen. Nur beim Verkauf muss Sarah Easley die Designer bzw. Händler bezahlen. Und da die Margen attraktiv sind, kann sich Sarah zudem den Luxus leisten, mind. 10 % ihrer Erlöse zu spenden.

Die Zukunft wird zeigen, ob Sarah Easley mit diesem Verkaufskonzept auch einen „Serienschlager“ landen kann und am Ende des Jahres genug verdient, um davon gut leben zu können. Aber als Markteintrittsstrategie haben die Home-Pop-Up-Shops den Vorteil, dass keine hohen Kosten entstehen und der Hauch von Exlusivität erhalten bleibt. Und die Idee von Home-Pop-Up-Shops lässt sich auch auf andere Branchen und Produkte übertragen, wie das Beispiel von Honda zeigt, die Kundengaragen zu Pop-Up-Shops umfunktioniert haben.

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