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ShopShops macht 1:1 Homeshopping in China salonfähig

Im letzten Herbst sorgte diese Begebenheit für viel Aufsehen: Die Luxusboutique Bloggercode mit Sitz im New Yorker Soho verkaufte für 14.500 USD eine Birkin-Tasche an eine chinesische Kundin. Das alleine wäre kein Nachricht Wert. Allerdings befand sich die Käuferin nicht im Laden, als sie die Tasche kaufte, sondern tausende Kilometer entfernt in China. Die Kundin verfolgte eine Verkaufsshow über den chinesischen Livestreaming-Marktplatz ShopShops.

Die Besonderheit: Die Show wurde nicht von einem Homeshopping-Sender ausgestrahlt, sondern via iPhone X in Kombination mit einer Wi-Fi-Verbindung direkt aus der New Yorker Boutique. Durch die „Sendung“ führte die Moderatorin Kana Ma, die live auf Mandarin die Vorzüge der Tasche anpreiste. Darauf hin kaufte eine chinesische Kundin live die Tasche, ohne ein Rückgaberecht zu haben.

Gastgeber solcher ShopShops-Livestreams sind chinesische Influencer, die in den USA leben und im echten Leben studieren oder für US-Modemarken arbeiten. Der Aufwand solcher Shows ist minimal, so dass jedes Modelabel und jedes Geschäft in den USA und woanders zum Homeshopping-Kanal „umfunktioniert“ werden kann. Das ist attraktiv für die Ladeninhaber, die mit wenig Aufwand Kunden aus der ganzen Welt live ansprechen können.

Und für ShopShops ist das Geschäftsmodell auch sehr lukrativ. Denn an jedem Verkauf verdienen sie 15 – 20 % Verkaufsprovision. Dafür müssen sie aber noch die Influencer bezahlen und übernehmen die Versendung der Ware nach China. Jeder kann sich vorstellen. Der Markt für 1:1 Homeshopping ist riesig. Hier ergeben sich für geschäftstüchtige Inluencer und Startups enorme Geschäftschancen, auch in Europa.

Fotoquelle: Youtube

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