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Mit der Wandelbots Sensorjacke können Roboter schnell und ohne IT-Mitarbeiter eingearbeitet werden

Immer mehr Roboter vornehmlich in der Industrie sollen Arbeiten verrichten, die vorher durch Menschen durchgeführt wurden. Doch wie kann man die Roboter schnell und effizient einarbeiten bzw. trainieren? Diese Frage stellen sich auch die Gründer des Dresdner Startups Wandelbots (Ausgründung der TU Dresden) und haben mit ihre Sensorjacke eine passende Lösung für dieses Problem gefunden und entwickelt.

Dazu sind die Kleidungsstücke mit verschiedenen Sensoren und Aktoren bestückt. Die Sensoren erfassen menschliche Bewegungen in Echtzeit, und die Aktoren ermöglichen haptisches Feedback. Die Sensordaten werden drahtlos an eine Software übertragen, die auf Basis der Bewegungsdaten einen Roboter steuert.Die Software im Hintergrund kann auf Basis der Daten mehrerer Trainingsläufe einen Automatisierungsprozess generieren. Zudem ist der Roboter in der Lage, sich selbstständig an die individuellen Anforderungen des menschlichen Kollegen anzupassen.

Wandelbots löst ein wichtiges Problem für alle Unternehmen, die auf Roboterfertigung umstellen wollen. Denn schon derzeit fehlen IT-Fachkräfte, die die Roboter programmieren können. Mit der smarten Jacke kann nun jeder Fabrikarbeiter einen Programmierungsauftrag erledigen. Zudem kann dank der smarten Jacke der Programmierauftrag viel schneller und günstiger als bisher erledigt werden. Das spart wertvolle Zeit und Geld.

Für Aufsehen hat im Frühjahr 2018 die Meldung gesorgt, dass die Gläserne Manufaktur von Volkswagen und das Dresdner Startup Wandelbots ein neuartiges Gemeinschaftsprojekt zur Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) vereinbart haben.Ziel ist es, mit der Einrichtung und dem Betrieb einer innovativen Erprobungsstation in der Gläsernen Manufaktur neue MRK-Anwendungen in der Fahrzeug-Endmontage zu testen und zur Serienreife zu bringen. Die Aktivitäten in Dresden sollen sich über Montage, Logistik und Instandhaltung der Fertigung beim Elektro-Golf von Volkswagen erstrecken.

Derzeit entwickelt Wandelbots vorrangig Lösungen für Industriekunden (z.B. in den Branchen Automobilindustrie und Mikroelektronik) in den Bereichen Montage, Logistik und Instandhaltung. Im nächsten Schritt kann die Sensorjacke aber auch in ganz anderen Branchen eingesetzt werden. Denken wir z.B. an Krankenhäuser, Altenheime und Pflegedienste. Hier könnten Roboter trainiert werden, Menschen aus dem und ins Bett zu heben.

Fotoquelle: Volkswagen

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