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ModCloth knackt ganz unspektakulär die Umsatzgrenze von 100 Mio. USD pro Jahr

Es gibt “PopStars” unter den ECommerce-Anbietern. Dazu zähle ich aktuell zum Beispiel Fab.com. Und dann gibt es die sog. “Evergreens”. Das sind ECommerce-Anbieter, die gibt es schon zehn Jahre und mehr und sie eilen zuverlässig wie ein Marathonläufer von einem Rekord zum nächsten, ohne dass sie sich immer im Schweinwerferlicht der Presse befinden. Und genau dazu zählt ModCloth. Wir haben genau vor einem Jahr hier im Blog über diesen OnlineShop für old-style Kleidung, Möbel und Accessoires berichtet.

Vor einem Jahr habe ich u.a. die Online-Chat-Beratung durch Modeexperten besonders gelobt: “Der ECommerceShop ModCloth hat einen Weg gefunden, indem er seinen Kundinnnen 1:1 Beratung mit Hilfe einer Live-Chat-Funktion anbietet. Basis für das Live-Chat-Beratungsgespräch sind die Konfektionsgröße, Kaufhistorie der Kundin und eine Wunsch-Einkaufsliste.” Und zum Schluss des Artikels habe ich ModCloth zur Benchmark erkoren: “Zukunftsorientierte ECommerce-Anbieter bieten Mehrwerte z.B. durch Online-Einzelberatungen an. Sie sammeln Informationen über Kaufhistorie und Kaufvorlieben ihrer Kundinnen, um zielgerichtete Empfehlungen (evtl. in Zukunft auch automatisch) geben zu können. Zudem bieten sie zahlreiche Interaktionsmöglichkeiten an und errichten dafür eine Community, die über zahlreiche Kanäle bedient wird.”

In einer aktuellen PM kann ich nun lesen, dass sich diese gute Arbeit für das Gründehepaar Kroger auszahlt. Erstmals haben Sie 2012 die magische Grenze von 100 Mio. USD Jahresumsatz durchbrochen. Jahr für Jahr wächst der Umsatz von ModCloth mindestens um 40 %. Und ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen. Seitdem die Firma die “mobile first”-Strategie ausgerufen hat, steigt die Zustimmung der Kunden nochmals rasant. Und jetzt will ModCloth auch noch Klamotten und Bettwäsche verstärkt unter eigenem Label vermarkten. Das klingt danach, dass ModCloth nicht nur den Umsatz überdurchschnittlich steigern will, sondern auch den Gewinn. Folgende Erfolgsgeheimnisse verrät ModClot in der aktuellen PM:

  • Im Rahmen des Be the Buyer-Programms dürfen die Kundinnen durch Abstimmung entscheiden, welche neu vorgestellten Produkte im Shop verkauft werden sollen. Zudem dürfen Sie auch Textkommentare abgeben, um z.B. Verbesserungsvorschläge zu machen. Die Kundinnen, die sich hier beteiligen, kaufen mehr als doppelt so viel wie die anderen Kundinnen.
  • Im Rahmen des Crowdsourcing Design Programmes Make the Cut werden die Kundinnen darum gebeten, eigene Designvorschläge einzureichen und darüber abzustimmen. Seit dem Start im Jahr 2012 wurde schon Tausende von Vorschlägen von den Kundinnen eingereicht.
  • In der Style Galery können die Kundinnen Fotos von ihrem ModeCloth-Outfit einstellen. Bisher wurden mehr als 6.000 Fotos eingestellt, die mehr als 350.000mal “geloved” wurden (liken war gestern).
  • Die Kundinnen können alle Produkte auch besprechen. 83 % aller Produkte werden besprochen, wovon 55 % davon Angaben darüber enthalten, wie gut die Kleidungsstücke den Kundinnen gepasst haben (inkl. Angaben zur Konfektionsgröße der Kundinnen etc.).

3 Responses to ModCloth knackt ganz unspektakulär die Umsatzgrenze von 100 Mio. USD pro Jahr

  1. Benjamin sagt:

    Interessanter Artikel. Hatte von ModCloth noch nie gehört davor. Werde für meinen kommenden Online-Shop auch mal versuchen die Kunden konkret einzubinden und Ihnen das kommentieren der Produkte erlauben. Mal schauen was dabei heraus kommt.

  2. Ronny sagt:

    Als ich mir den Shop angesehen habe, hat mir eins besonders gut gefallen, die Style Gallery in der Kundinnen ihre Sachen zeigten. Eine richtig gute Idee, wie man seine Kunden als Multiplikatoren gewinnen kann.

  3. […] In der Style Galery können die Kundinnen Fotos von ihrem ModeCloth-Outfit einstellen […]

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