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Office Depot wandelt sich vom Büroartikelhändler zur Business-Service-Plattform

Office Depot gehört weltweit zu einem der größten Händler von Bürobedarf weltweit. Das Unternehmen verkauft die Produkte im Direktvertrieb, via Onlineshops und in den mehr als 1.500 Geschäften vor Ort. Im Web kämpft Office Depot mit niedrigen Margen und im Einzelhandelssegment mit sinkenden Umsätzen bei steigenden Kosten. Deshalb haben sich die Verantwortlichen im Unternehmen viele Gedanken gemacht, welche Alternativen es zu der Schließung von Einzelhandelsgeschäften geben kann.

Die Lösung: Office Depot hat im ersten Schritt mehrer Filialen umgebaut und präsentiert sich unter dem Namen „BizBox“ jetzt als Full-Service-Dienstleister für Startups und kleine Unternehmen. Es sollen vor allem Online-Tools angeboten werden, die dabei helfen, das eigene Unternehmen erfolgreich aufzubauen und am Markt zu behaupten. Damit könnte nicht nur gewährleistet werden, dass die Kunden langfristig als Käufer von Büromaterial erhalten bleiben, sondern man baut damit auch neue Umsatzbereiche und Kundenbindungsinstrumente auf.

Derzeit umfasst das Angebot 14 Serviceleistungen, darunter Website-Design und Hosting, Marketing- und Werbeplanung, Gehaltsabrechnung und Personalwesen, E-Mail-Marketing und Logo-Design. Die Services werden direkt im Web angeboten, die Kunden können sich diesbezüglich aber auch vor Ort beraten lassen. Ziel ist es, dass die BizBox-Plattform die erste Webseite ist, in die sich er Kunde einloggt und die letzte Webseite, aus der er sich abends wieder ausloggt. Um dieses Angebot bieten zu können, erwarb Office Depot im Oktober 2017 die Firma CompuCom.

Um das neue Konzept erfolgreich umzusetzen, wurden im ersten Schritt 14 OfficeDepot Filialen komplett umgebaut. Im Consulting-Hub-Bereich stehen Experten zur Verfügung, die die Kunden darin beraten, wie sie ihre Abläufe optimieren und mehr Kunden gewinnen können und welche Tools wie am besten dafür eingesetzt werden. Zudem gibt es eine Networking-Area, evtl. zukünftig auch, um Unternehmer untereinander zu vernetzen. Und es gibt eine Tech-Zone, in der Experten technischem Support anbieten, wie z.B. die Reparatur eines Handys, die Einrichtung eines Computers etc. Und vielleicht wird ja in Zukunft noch ein CoWorking-Angebot unterbreitet.

Wir sind gespannt, ob die Transformation vom Büroartikelhändler zum Full-Service-Anbieter für Startups und kleine und mittlere Unternehmen gelingt. Auf jeden Fall ist das ein weiterer Ansatz, wie Einzelhandelsgeschäfte neu genutzt werden können und damit Leerstände vermieden werden können. Aus unserer Sicht sollte sich Office Depot auch vom Erfolgskonzept von b8ta inspirieren lassen.

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