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Online-Supermarkt Picnic nimmt in erster Pilotregion auch Paketretouren an

Erstmals haben wir im November 2017 hier im Blog über den zukunftsweisenden Online-Lebensmittellieferdienst Picnic berichtet, der nach dem Milchmann-Prinzip (mit festen Routen) ausliefert. Der Erfolg kann sich sehen lassen. In den Niederlanden beliefert Picnic bereits 175.000 Kunden in 55 Städten. Und seit April 2018 erobert Picnic nun step by step den deutschen Markt.

Der im April erfolgreich im Kreis Neuss gestartete Online-Supermarkt Picnic vermeldete vor kurzem, nach Mönchengladbach zu expandieren. Von dem neuen, zentral gelegenen Hub werden 110.000 Haushalte für die Elektro-Vans von Picnic erreichbar sein. Inzwischen beschäftigt Picnic in Nordrhein-Westfalen mehr als 100 Mitarbeiter. Dazu zählen auch sogenannte „Runner“, die mit eigens von Picnic entwickelten Elektro-Vans die aufgegebenen Bestellungen ausliefern.

Der Picnic-Hub in Neuss verfügt bereits über eine Flotte von 25 Fahrzeugen. Ausgeliefert wird nach festen, von Algorithmen täglich optimierten Routen, so dass Picnic-Kunden fast auf die Minute genau wissen, wann die Bestellung bei ihnen an der Haustür ankommt. In der Picnic-App sehen sie sowohl den Namen und das Foto des Fahrers als auch die aktuelle Position und den Routenverlauf des Fahrzeugs.

Picnic bietet ein volles Sortiment an Lebensmitteln und Drogerieartikeln. Zu den Zulieferern zählen neben Edeka Rhein-Ruhr zahlreiche Bäckereien, Metzger, und Bauernhöfe aus der Region. Produkte werden täglich in genau den Mengen beschafft, in denen sie von Kunden bei Picnic bestellt wurden. Dadurch werden jegliche Lebensmittelabfälle konsequent vermieden. Auf diese Weise und durch die effiziente Logistikkette kann Picnic seinen Kunden Produkte des täglichen Bedarfs zu den tagesaktuell günstigsten Preisen anbieten.

Vermeidung von Lebensmittelabfällen, Rücknahme von Pfandflaschen und Verpackungen, der Einsatz von schmalen Elektro-Vans, die den Straßenverkehr in den Gemeinden so wenig wie möglich belasten, unterstreichen den Nachhaltigkeitsaspekt des Online-Supermarkts. Beim Ausbau des Liefergebietes spielt innerhalb einer festgelegten Region (rund um den Logistikhub in Nuess) auch eine wichtige Rolle, wieviele Kunden einer Region sich auf der Warteliste eingetragen haben. So können die Kunden ihre Nachbarschaft mobilisieren und damit mit beeinflussen, wann Picnic auch zu ihnen kommt. Belohnt wird das Warten, indem wöchtenlich kleine Dankeschöns (wie z.B. eine Prinzenrolle) geschickt werden.

Wenn sich Picnic für eine bestimmte Lieferregion entschieden hat, werden weiterhin Wartelisten geführt, um zu entscheiden, welche Stadtteile und Straßen zuerst beliefert werden. Zudem macht sich Picnic vor Ort bekannt, indem sie vor Ort an großen Straßen- und Stadtteilfesten teilnehmen. Zudem verleiht Picnic zum Beispiel in Neuss und Umgebung kostenlos Hüpfburgen an Kindergärten etc., um sich vor Ort bekannt zu machen.

Was uns besonders begeistert, ist die Tatsache, dass sich Picnic immer wieder neue Serviceideen einfallen lässt. So haben wir bereits hier im Blog darüber berichtet, wie Picnic in einer Modellregion Leihbücher der Stadtbibliothek zurückgenommen hat. Jetzt hat Picnic via Twitter verkündet, dass es in Utrecht zum Test Paketretouren kostenlos annehmen wird. Das könnte ein echter „Service-Killer“ werden. Coole Idee.

Hinter dem Konzept stehen Joris Beckers, Frederik Nieuwenhuys, Michiel Muller und Gerard Scheij, die sich bereits in der Vergangenheit als erfolgreiche Unternehmer einen Namen gemacht haben. Das Gründerteam in Deutschland mit Sitz in Düsseldorf besteht aus Frederic Knaudt, Arthur Oesterle und Manuel Stellmann, die ebenfalls auf langjährige Erfahrung im Bereich Lebensmittel und Unternehmensentwicklung zurückblicken können.

Wer mehr über die Pläne von Picnic (nicht nur in Deutschland) erfahren will, dem empfehlen wir den Videocast von Kassenzone, in dem Fredeic Knaudt mehr als 45 Minuten Rede und Antwort steht:

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