In Idee - NonProfit

Wenn ausgediente Parkuhren zu Spendensammlern werden

Zu meinen Lieblings-Fundsraising-Ideen, über die ich hier im Blog berichtet habe, gehört bis heute die Leo-Parade in München. Im Jahr 2005 und 2006 konnte Geschäfteinhaber, Privatpersonen und Gastronomen einen Löwenplastik zum Preis von 1.500 EUR kaufen, individuell bemalen (lassen) und vor ihrer Lokalität aufstellen. Das Geld erhielt als Initiator der Verein Münchner Löwenparade e.V. und stellte es für Kinderhilfsprojekte zur Verfügung. Insgesamt konnte der Verein 500 Löwenplastiken an großzügige Sponsoren verkaufen und damit 750.000 EUR Einnahmen generieren. Die Löwen konnte bis Mitte 2007 in der Münchner Innenstadt bestaunt werden.

Jetzt lese ich bei Springwise von einer ebenfalls genialen Fundsraising-Kamapgne für einen guten Zweck. Im kanadischen Montreal wurden 2007 im Rahmen der Parcodon-Kampagne 70 ausgemusterte Parkuhren an verschiedenen Stellen der Stadt aufgestellt, um Spenden für Obdachlose zu sammeln. Bis heute konnten dadurch 23.000 CDN eingesammelt werden. Das klingt erst mal nicht viel, aber Kleinvieh mach auch Mist.

Jetzt haben die Organisatoren überlegt, mehr Buzz zu erwirken. Deshalb wurden Prominente aufgerufen, jeweils eine Spendenparkuhr zu adoptieren und zu personalisieren. Im Rahmen eines Workshops im März diesen Jahres haben die Prominenten die Parkuhren angemalt (siehe Video oben). Dadurch erhofft man sich entsprechende Öffentlichkeitswirksamkeit und mehr Sichtbarkeit in den Straßen. In den nächsten drei Jahren sollen so 40.000 CDN eingesammelt werden. Die Idee ist so naheliegend wie genial zugleich, dass man sich fragt, warum noch nicht mehr Kommunen auf die Idee gekommen sind, den ausgedienten Parkuhren auf diesen Weg eine neu Bestimmung zu geben.

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