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Smart City: Google baut intelligenten Stadtteil in Toronto

Google ist mehr als eine Suchmaschine, sondern ein Technologiekonzern. Diesem Streben wird Ausdruck verliehen, indem eine neue Konzernstruktur mit der Alphapet-Holding an der Spitze errichtet wurde. Neben selbstfahrenden Autos arbeitet Alphabet nicht nur am Smart Home, sondern auch an der Smart City (um hier alle Komponenten zusammen wirken zu lassen). Unter dem Projektnamen Sidewalk Labs will Alphabet anderen Wettbewerbern wie z.B. IBM das FĂĽrchten lehren.

Und jetzt ist Alphabet auch endlich hinsichtlich eines Pilot-Standortes fündig geworden. Erste Überraschung: Mit Toronto wurde keine Stadt in den USA, sondern im benachbarten Kanada ausgewählt. Das war sicherlich nicht die erste, aber wahrscheinlich die beste Wahl. Um dem Projekt Nachdruck zu verleihen, soll die neue Google-Zentrale in Kanada in Toronto stehen. Und die Start-Up-Szene in Toronta, die schon jetzt zur aktivsten in Kanada zählt, darf sich über einen starken neuen Player in der Start-Up-Szene freuen.

Im Rahmen einer Pressekonferenz zusammen mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau wurden Einzelheiten zum Projekt bekanntgegeben. Am Hafen von Toronto soll auf einem 50.000 Quadratmeter groĂźem Areal der neue, smarte Stadtteil von Toronto mit dem Namen “Quayside” errichten werden. Hier sollen in einigen Jahren mehr als 10.000 Menschen leben und arbeiten. Und selbstverständlich sollen im neuen Stadtteil vorrangig selbstfahrende Taxis unterwegs sein. Maximal jeder fĂĽnfte Bewohner soll ĂĽberhaupt noch ein eigenes Auto besitzen.

Sehr wichtig ist auch das neue Logistikkonzept. So sollen Roboter unterirdisch Post und Waren anliefern und auch ĂĽber diese “unsichtbaren Wege” den MĂĽll abtransportieren. Oberirdisch sollen zudem Waren via Drohnen angeliefert und abgeholt werden. Damit sollen die Wege und StraĂźen hauptsächlich fĂĽr die Bewohner und Mitarbeiter der ansässigen Firmen bestimmt sein. Aber nicht nur das Logistikkonzept wird ganz neu gedacht.

Die neu errichteten Gebäude sollen je nach Bedarf flexibel als Wohn-, Büro oder Gewerbefläche genutzt werden können. Das soll dank neuer Baumethoden möglich werden. Klingt alles sehr teuer. Obwohl in der Pilotphase allein Google 50 Mio USD investieren will und im nächsten Schritt sicherlich Milliarden in den neuen Stadtteil investiert werden sollen, sollen nicht nur Reichen im neuen Stadtteil wohnen. Mehr als 30 % der Wohnfläche soll für einkommensschwache Personen und Familien reserviert werden.

Als ein wichtiges Element des neuen Stadtviertels sieht die Alphabet-Sparte auch neue Baumethoden, die es erlauben, Immobilien flexibel zu nutzen, ob als Wohn-, Büro- oder Gewerbefläche. Das Unternehmen müht sich auch, nicht den Eindruck entstehen zu lassen, der digital aufgerüstete Stadtteil werde nur etwas für Reiche sein. Mehr als 30 Prozent der Wohnfläche sollen für Einkommensschwache reserviert sein. Mehr über diesen zukunftsweisenden Stadtteil erfahren Sie unter sidewalktoronto.ca. Hier kann auch eine 200 Seiten umfassenden Studie zum Vorhaben herunterladen werden.

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