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Warum meine Influencer-Quote 0,9 % übersteigt


Bildquellenangabe: Gerd Altmann / pixelio.de

Der Zukunftsforscher Prof. Dueck hat auf der letzten Rupublica einigen Bloggern den Kopf gewaschen, als er ihnen vorgehalten hat, dass sie nur 0,9 % der Menschen mit ihrem Nischenmedium erreichen würden und sich nicht ganz so wichtig nehmen sollten. Aber Achtung: Nicht jeder Blogger verbreitet seine Informationen, Ansichten und Meinungen nur in seinem eigenen Blog. Vielmehr sind zahlreiche Blogger häufig auch als Redner, Berater, Foren-Moderatoren, Journalisten und Autoren in Büchern, Zeitschriften und anderen Medien aktiv. Einige clevere Blogger sind auch Medienpartnerschaften eingegangen, um ihre Infos in anderen, stark frequentieren Medien weiter zu verbreitern. Und zudem dienen viele Blogs den Journalisten als wichtige Inspirationsquelle.

Nehmen wir mich als Beispiel. Ich fing vor mehr als sechs Jahren an, diesen Blog „mit Leben zu füllen“. Zuvor kannten mich nur einige Gründer im Rhein-Main-Gebiet, weil ich zu diesem Zeitpunkt schon viele Jahr in der lokalen Gründerszene aktiv war. Aber das war es dann auch. Durch meinen Blog sind auf einmal sehr viele Journalisten und Multiplikatoren auf mich aufmerksam geworden. Eine Konsequenz war, dass ich vor einigen Jahren für mehrere Monate eine wöchtenliche Gastkolumne bei einer großen Wirtschafts-Onlinezeitung geschrieben habe. Dadurch ist der Chefredakteur und Verleger der größten Gründerzeitschrift Deutschlands, StartingUp, auf mich aufmerksam geworden. Das Ergebnis:

Seit vielen Jahren stelle ich in jeder Ausgabe der Zeitschrift StartingUp, die eine Auflage von ca. 60.000 Stück hat, 20 coole Geschäftsideen vor. Damit erreiche ich schätzungsweise etwas mehr als 0,9 % der Gründerszene 🙂 Insofern denken viele PR-Verantwortliche zu kurz, die Blogger noch als Medienvertreter 2. Klasse ansehen, weil immer mehr von uns nicht nur in einem Medium veröffentlichen. Nicht nur viele Handelsexperten haben erkannt, wie wichtig eine Multi-Channel-Strategie ist, sondern auch immer mehr Blogger. Auch im Blog-Business gilt: Es ist ein People-Business. Und die Menschen sollte man nicht unterschätzen, denn sie entwickeln sich auch weiter und erobern immer mehr Plätze, auf denen sie sich mitteilen können (und zwar nicht nur im Web). Nur weil etwas klein anfängt, muss es nicht klein bleiben. Das gilt übrigens auch für immer mehr Blogs, die via Social Media eine immer größere Verbreitung finden.

2 Responses to Warum meine Influencer-Quote 0,9 % übersteigt

  1. Ronny sagt:

    Na da tipp ich doch gleich mal die Zahl in meinen Taschenrechner und erhalte ein Ergebnis von 738.000 Menschen (wahrscheinlich in erster Linie Erwachsene). Wenn dies täglich wäre und man davon ausgehen kann, dass nicht jeder Mensch, jeden Tag ein Blog liest, könnte man von rund 5 Millionen Menschen ausgehen, welche im Monat mindestens einmal eine Info in einem Blog lesen.

    Zuzüglich zu deinen Ergänzungen sind diese Zahlen doch eher gut, wenn nicht sogar hervorragend. Sorry aber ich weiß nicht warum 0,9 Prozent jetzt schlecht sein sollten? Ich kenne Tageszeitungen, die haben eine geringere Auflage 😉

  2. Prof. Dueck möchte die Blogger anregen sich zu „verkaufen“. Die Inhalte sind zu wichtig um nicht verloren zu gehen. Um Einfluss zu gewinnen muss man lernen die Sprache des Publikums zu sprechen und sich darum zu bemühen. Marketing ist genauso wichtig wie die Inhalte zu produzieren. Sie, Herr Schneider, schreiben nicht nur, Sie sind sonst auch aktiv Ihre Sache zu vertreten und bekannt zu machen. Sie erfüllen genau den Wunsch von Prof. Dueck. Dazu möchte er anregen.

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