In Innovation

Bauen in einem Schritt statt Fließband

Adam Smith ist unsterblich geworden, weil er das Prinzip der Arbeitsteilung “erfunden” hat. Es gibt fast kein Industrieunternehmen, in dem nicht mehrere Fließbänder stehen und die Arbeiter daran meist nur einen Handgriff zu erledigen haben. Das nennt man effizient. Ivor Tiefenbrun ist da ganz anderer Meinung. Er hat in seiner Firma Linn Products Ltd., die er 1972 in Glasgow gegründet hat und heute für seine Sondsysteme weltbekannt ist, das Bauen in einem Schritt (“singlestage build) wieder eingeführt.

Das Aha-Erlebnis hatte Ivor, als ein Mitarbeiterin einen Plattenspieler komplett in 17 Minuten zusammenbaute, während es per Fließband 22 Minuten dauerte. Seine Erkenntnis: Die Produktion am Band kann nur so schnell voranschreiten, wie es das langsamste Glied in der Kette erlaubt. Somit stellte er auf Einzelfertigung um. Dies ist möglich geworden, weil man heute Automationstechnik “zum kleinen Preis” erhält.

Der Vorteil der Einzelfertigung liegt auf der Hand: Die Mitarbeiter bekommen einen “ganzheitlichen Blick” und tragen dadurch wesentlich zur Verbesserung der Produktqualität bei. Dazu hat auch beigetragen, dass die Mitarbeiter jetzt auch für den Service und die Kundenbetreuung zuständig sind. Noch wichtiger ist allerdings, dass Sie beim Produzieren viele neue Ideen entwickeln und so das Produkt verbessern. Das geht nur durch den “ganzheitlichen Blick” aus der Sicht des Kunden.

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2 Responses to Bauen in einem Schritt statt Fließband

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