In Innovation, V - Buchbesprechung

Buchbesprechung “Das Buch der Ideen”

Täglich präsentieren wir hier neue Ideen. Wir wollen damit keine Patentrezepte anbieten (die es gar nicht gibt), sondern einen Ideenbaukasten zum Weiterbasteln. Was noch fehlt, ist die richtige “Bastelanleitung”. Und genau damit will der Unternehmensberater und Marketingexperte Kevin Duncan mit seinem Buch “Das Buch der Ideen – 50 Wege, um Ideen effizient zu produzieren” dienen.

Wenn man das Buch in die Hand nimmt, fällt einem gleich auf, wie handlich klein es daherkommmt. Es hat eher die Größe eines Notizbuches. Das ist so gewollt. Denn ähnlich wie ein Notizbuch soll man das Buch immer dabei haben können. Es ist damit mehr ein Arbeits- als Lesebuch. Der sehr stabile Einband hilft dabei, dass das Buch immer in Form bleibt, auch wenn es öfters in die Jackentasche gesteckt wird.

Zum Inhalt: In diesem Buch werden 50 nützliche Techniken vorgestellt, die von Unternehmensberatern, Wissenschaftlern, MBA-Absolventen und Managern auf der ganzen Die Welt verwendet werden, um das Denken anzuregen, Ideen zu generieren, weiterzuentwickeln, zu bewerten und umzusetzen. An den Techniken kann der Leser alleine arbeiten oder er setzt sie ein, um zu einem Gruppen-Brainstorming einzuladen. Jede Idee wir auf einer Doppelseite gezeigt, einfach erklärt und von einer kurzen Übung begleitet.

Mich erinnert das Werk an ein Bastelbuch, weil hier wie bei Bastelanleitungen sehr genaue Anleitungen gegeben und graphisch aufbereitet werden. Um ein Brainstorming erfolgreich durchführen zu können, müssen Zielsetzung, Tischplan, Ort, richtiger Zeitpunkt und Dauer, Regeln, Anreize und Hausaufgabenverteilung stimmen. Aus Sicht von Kevin Duncan sollten an einer Brainstorming-Sitzung idealerweise vier Personen teilnehmen, maximal 8 Personen. Die Dauer sollte 30 Minuten nicht übersteigen (falls eine längere Sitzung nötig ist, sollte sie in mehrere Teile aufgeteilt werden). In der Leseprobe werden die Regeln genau erläutert.

Kevin Duncan outet sich schnell als Gegner des Querdenkens bzw. der Ideengenerierung ohne Fokus und ohne Regeln. Das kann daran liegen, dass er diesbezüglich noch nicht die richtige Technik gefunden hat, die Querdenker-Ideen-Matrix. Wenn man das weiß, kann man Kevin verzeihen, dass er im Rahmen der Ideengenerierung ausführlich darauf eingeht, die Zahl der Ideen zeitnah zu begrenzen und zu bewerten bzw. zu kategorisieren. Denn gut gefallen mir die klaren. einfachen Regeln zu jeder Technik, um sich nicht zu verzetteln.

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