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Barcamp (2): Community Management

barcamp köln

Der werbeblogger Patrick Breitenbach nennt gerade in seiner Session die wichtigsten Regeln für das Community-Management:

  1. Jedes Community Mitglied ist eine eigenständiges Individuum mit eigenen Macken und Ansichten
  2. Jede Community ist wie eine Familie und behandle sie entsprechend liebevoll
  3. Du bist als Community-Manager oder -teilnehmer nicht das “Familienoberhaupt”
  4. Belohne Deine Community, bestrafe sie aber niemals!
  5. Andere für sich arbeiten lassen funktioniert nur, wenn ich etwas zurückgebe (nicht immer Geld, sondern die Macher herausstellen, kreative, exklusive Preise)
  6. In Community-Gespräche gibt es keine objektive, sondern nur eine subjektive Wahrheit
  7. Ein guter Weg ist, den Kritiker zu fragen, was er sich wünschen würde, um den Konflikt zu lösen (Kritiker die Führung überlassen)
  8. Communities schlafen nicht! Je länger ich warte, desto eher kocht es hoch. Ganz wichtig: Per Autoresponder etc. bestätigen, dass die Nachricht angekommen ist. Immer frühzeitiger lösen, als ich es versprechen (Erwartungen übererfüllen).
  9. Verbiete Deinen Community-Mitglieder nicht das Wort, sonst suchen sie sich andere Wege. Wirkliche Pöbler musst Du allerdings ausschliessen.
  10. In jeder Familie gibt es Streit und Versöhnung, vorausgesetzt es gibt Kompromisse. Kompromisse können meist sehr gut durch Dritte gelöst werden oder durchatmen, reflektieren und Kompromisse suchen.
  11. Fehlerkultur pflegen: Fehler zugeben und daraus lernen (Fehler nicht wiederholen).
  12. Streitigkeiten keinesfalls vor Gericht austragen, wenn es sich nicht um elementare Probleme handelt. Erst Kommunikation, dann rechtliche Lösung, esseidenn es handelt sich um eklatante Rechtsverletzungen.
  13. Baut bei Problemen Brücken. Gemeinsam in den Dialog treten. Nicht alles virtuell ausfechten, sondern mal schnell den Telefonhörer in die Hand nehmen.
  14. Sei mindestens genauso leidenschaftlich wie Deine Community. Nimm Deine Community ernster als Dich selbst.

Als Beispiel hat Patrick den Fall von XING hinzugezogen, als ein Forums-Moderator mit Inkassomaßnahmen konfrontiert wurde, weil er seinen Beitrag nicht rechtzeitig gezahlt hat und sich darüber sehr echauffierte. XING schloss sogar das Forum und somit wurde der Streit nach außen getragen und hat vor mehr als einem Jahr sehr viel Staub aufgewirbelt. Seitdem managt XING aus der Sicht von Patrick solche Probleme sehr gut.

Patrick bezieht sich bei seinen Ausführungen auf seinen Beitrag: “Die kleine Community Fibel – nicht nur für OpenBC”

7 Responses to Barcamp (2): Community Management

  1. konsumo-Blog sagt:

    Barcamp Cologne 2: Doping für’s Hirn

    Inspirationen en masse haben wir vom Barcamp mitgebracht. Jetzt müssen wir uns erstmal wieder sortieren – besonders das Feedback, das wir zu konsumo erhalten haben.

  2. […] Danach habe ich Patrick Breitenbach (www.werbeblogger.de) mit seinen Regeln für erfolgreiches Community-Management gelauscht. Ich erspare mir hier, alle Regeln aufzulisten, denn die stehen schon komplett bei http://www.best-practice-business.de. […]

  3. […] Am meisten wird in der Blogo- und Xing-Sphäre kritisiert, dass Lars Hinrichs mal wieder die “Friss-oder-Stirb”-Strategie gefahren ist. Erst einführen und dann schauen, ob sich jemand aufregt. Wenn dann der Sturm der Entrüstung zu gross wird, langsam zurückrudern. Das Verhalten kennen wir ja schon bei Facebook und StudiVZ. Diese Strategie sollte man nicht zu oft fahren, weil man damit langsam auch die größten Fans sauer fährt. Und das muss nicht sein. Denn XING ist gerade zu Beginn so groß geworden, weil es die aktiven User eingebunden hat und viele gute Ratschläge auch mit eingebunden hat. In letzter Zeit scheint man sich darum nicht mehr zu kümmern. Community Management ist dabei doch gar nicht so schwierig, wenn man einige wichtige Regeln beachtet. […]

  4. […] Die wichtigsten Regeln für Community-Management Wie man virtuelle Communities aufbaut Erfolgsfaktoren für Aufbau einer Social Community Markenführung im Web 2.0: Community Management 5 Voraussetzungen für eine erfolgreiche Social-Media-Kommunikation Warum traditonelle Firmen-Webseiten deutlich an Bedeutung verlieren werden? Wie motiviert man Menschen, umsonst zu arbeiten 34 Wege ein eigenes Social Network zu gründen Wahre Fans braucht das Unternehmen Haben Sie noch Kontakt zu Ihren Alumnis? […]

  5. […] Breitenbach die wichtigsten Regeln im Umgang mit der Community aufgelistet. Im Original können sie hier nachgelesen […]

  6. […] Seinen Ursprung findet der Community Manager mit der zunehmenden Verbreitung von Foren allerdings lange bevor Web 2.0 aus der Wiege gehoben wurde. Seine Aufgaben damals: führen und moderieren einer Online-Gemeinschaft sowie Bindeglied zwischen Nutzern und Seitenbetreibern sein. Oftmals war der Moderator in Personalunion auch Administrator und Seitenbetreiber. Patrick Breitenbach nennt einige wichtige Regeln für das operative Community Management. […]

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