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Barcamp (7): Rückblick

barcamp köln

Jetzt bin ich nach dem Barcamp wieder zurück am Schreibtisch. Da hier das WLAN reibungslos funktioniert, ist es jetzt Zeit für einen kleinen Rückblick. Zuerst will ich den den Organistaren rund um Franz Patzig ein dickes Dankeschön aussprechen. Für eine ehrenamtlich organsierte Konferenz ist das Barcamp Köln für mich die absolute Benchmark. Genial ist die Location bei QSC. Es gibt eine große Zahl an Räumlichkeiten, so dass auch die Referenten mit Nischenthemen eine Session abhalten können. Weiterhin gibt es genug Räumlichkeiten für Socialising. Die Parkplätze sind genau vor der Tür. Das Essen in der Kantine war lecker und abwechslungsreich. Und das alles war gesponsort. Besser geht es fast nicht. Nur die Instabilität der WLAN-Verbindung war mehr als ein Schönheitsfehler, denn ein Barcamp lebt auch vom Livebloggen. Aber es muss ja noch etwas geben, was man verbessern kann 🙂

Aber nicht nur die Location, sondern auch das Programm war erstklassig. Nicht nur der Umfang der Sessions war so groß, dass man fast immer die Qual der Wahl hatte, sondern auch Vielfalt war mehr als angenehm. Von Marketing über Technik bis Start Up und BWL waren alle Themen dabei. Bei mir persönlich zog sich das Thema „Communities und deren Management“ wie ein roter Faden durch die zwei Tage. Das war zwar so nicht geplant aber eine gute Fügung. Und wenn man Seth Godin glauben kann, dann ist der Beruf „des Community Mangers“ der Zukunftsjob Nr. 1. Da bietet es sich ja an, sich frühzeitig weiterzubilden. Das absolute Highlight war ein Vortrag eines Mitarbeiter des Innenmininsteriums NRW zum Thema „Polizei und Internet“. Die wichtigste Erkenntnis: Nicht die US-Armee, Al Gore oder die Schweizer haben das Internet „erfunden, sondern die deutsche Polizei :-). Als Beweis wurden wichtige aktuelle Anwendungen im Internet präsentiert (Fotoalbum, Twitter, Blogs, Google Map, ELearning…….) und aufgezeigt, wie lange die Polizei solche Anwendungen schon nutzt. Dieser Vortrag war wirklich der Hammer und die beste Werbung für die Arbeit der Polizei, die ich je gesehen habe. Hier geht es zum Blog dieses Topreferenten.

Sevenload hat während der Veranstaltung einen Live-Stream für den größten Seminarraum angeboten. In den nächsten Tagen werden diese Sessions auch als Videos zur Verfügung stehen. Dann könnt ihr auch die Session „BWL – Grundlagen der Kostenrechnung“ anschauen, innerhalb derer ich erläutert habe, wie man im Rahmen der Vollkostenrechnung den Mindestpreis für seine Leistungen ermitteln kann. Robert Basic hat vorher die Deckungsbeitragsrechnung erläutert. Und danach hat Oliver Ueberholz erläutert, wie man Umsatzforecasts erstellen und wie man sie ständig verbessern kann. Es hat richtig Spass gemacht habe, Coreferent dieser Session zu sein, wenn sie auch viel zu kurz war. Ist doch ein gutes Zeichen. Ich freue mich schon, wenn man bei Sevenload und via Barcamp-Webseite die Vorträge als Videos oder Vortragsfolien nachverfolgen kann. Denn auch ich habe viele spannende Sessions verpasst.

Wenn so viele aktive Menschen zusammenkommen, dann entstehen auch viele neue Ideen, die gleich in die Umsetzung gehen. So ist z.B. ein Barcamp für NGO´s geplant. Patrick Breitenbach, einer der Initiatoren, erläutert die Idee beim werbeblogger wie folgt: „Mit Achim, der im Studentennetz von Amnesty International aktiv ist, planen wir (Stefan hat auch Interesse bekundet) demnächst eine Art WineCamp bzw. NGO-Camp, welche speziell für Non-Profit-Organisationen ausgerichtet sind. Ziel ist es Kommunikatoren, Web-Techies, Verantwortliche von NGOs etc. zu einem freien Austausch einzuladen, allerdings mit vorab skizzierten Aufgabenstellungen. So könnte man beispielsweise über ein zentrales Social Network für NGOs nachdenken oder andere Formen erarbeiten, wie man NGOs bzw. gemeinnützige Vereine und Verbände besser im Web 2.0 positionieren kann.“ Finde ich klasse, dass die Idee des Barcamps in so vielen Facetten gelebt wird.

4 Responses to Barcamp (7): Rückblick

  1. innokaan sagt:

    Es ist schon erstaunlich, dass es Internet-Freaks so viel Spass macht, sich ‚persoenlich‘ zu treffen. Auch ‚innovativ-in‘ berichtet immer begeistert, dass sich wieder einige Blog-Mitglieder persoenlich kennengelernt haben. Erst dann gewinnen die Beitraege, die wir von verschiedenen Personen lesen, so richtig Gestalt. Und das kann offensichtlich auch durch Chats usw. nicht wirklich ersetzt werden.

  2. robert sagt:

    Es ist schon erstaunlich, dass es immer noch welche gibt, die ihre Schubladen nicht entstauben:)

  3. […] Von meinen Kolleginnen bin ich das schon gefragt worden und ja, ich bin spät dran mit meinem Nachbericht. Aber dennoch: Es war super – die Themen, die Atmosphäre und vor allem die Organisation. Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren für die ausgezeichnete Vorbereitung. Ansonsten schließe ich mich diesem Lob an. Das war bestimmt nicht mein letztes Barcamp – Hannover lässt grüßen . […]

  4. […] Da ich nicht zu den superschnellen Bloggern gehöre, kommt mein Senf erst ein paar Tage später. Das soll nicht heißen, es hätte mir nicht gefallen. Im Gegenteil: Ich fand es perfekt organisiert und ausgesprochen interessant. Es war zwar das erste aber sicher nicht das letzte Barcamp, das ich besucht habe. Apropos Organisation: Die war perfekt und die Atmosphäre war viel besser als bei den üblichen Vortragsveranstaltungen – und die kosten auch noch Geld. Vielen Dank dafür an die Organisatoren und Sponsoren, ich schließe mich dem Lob an. […]

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