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Meine 5 Lieblingsaprilscherze in diesem Jahr

Manche Aprilscherze sind so gut, dass sie später tatsächlich in die Tat umgesetzt werden. Ein gutes Beispiel dafür sind die Felsenputzer. Und auch dieses Jahr sind einige Aprilscherze so gut gewesen, dass man sich davon für das reale Business inspirieren lassen könnte:

  1. Zweischichtbetrieb an Ruhr-Universität Bochum
    SPON hat vermeldet: „Damit die doppelten Abiturjahrgänge 2012/13 nicht vor verschlossenen Türen verharren, führt die Ruhr-Universität Bochum (RUB) als erste Hochschule in Deutschland einen vollen Zweischichtbetrieb ein. Mit dieser erheblichen Ausweitung des Lehrbetriebs demonstriert die RUB ihre gesellschaftliche Verantwortung für die kommende Studierendengeneration. Neueinschreiber können wählen, ob sie von 8 bis 18 Uhr oder von 20 bis 6 Uhr studieren wollen.“ Klingt nach Unsinn? Die Zukunft gehört den Web-Unis. Hier kann man 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag studieren.

  2. iMarketNav Einkaufsliste
    Netzwelt hat am 1.2.10 gemeldet, dass es eine neue iPhone-App geben soll, die nicht nur Kochrezepte „ausspuckt“, sondern auch als Einkaufsführer dient: „Gelangt der Anwender zum gewünschten Supermarkt, erkennt iMarketNav durch die Standortbestimmung des iPhones die Filiale und loggt sich automatisch bei aktiviertem WLAN in die freigegebene Bestandsdatenbank des Marktes ein. Diese enthält neben der Verfügbarkeit und den Lagerbeständen auch die Position der Produkte in den Regalen des Supermarktes.“ Noch klingt das utopisch, aber wie lange noch?

  3. Portopflicht für E-Mails
    56 Radiosender schickten am 1.4.2010 ihre Hörer gemeinsam in den April, indem sie von einer Portopflicht für E-Mails berichteten. Über solch eine Idee haben wir schon 2006 hier im Blog berichtet: „AOL und Yahoo wollen zur Bekämpfung von Spam vertrauenswürdige Unternehmen dazu bringen, für ihre Mails zu bezahlen, die dann direkt unter Umgehung der Filter im Briefkasten der Kunden landet. Damit würde erstmals eine Art Porto für Email eingeführt. Das Einnahmepotenzial wäre riesig, wenn die Versender drauf eingehen würden.“

  4. Membershipfee für Blogleser
    Der selbständig-im-netz-Blogger hat gestern vermeldet: „Selbständig im Netz wird in Zukunft nur noch gegen eine monatliche Gebühr erreichbar sein. Alle zahlenden Mitglieder erhalten neben vielen hochwertigen Artikeln und dem Artikelarchiv natürlich (welches für Google gesperrt und deshalb bald nicht mehr in Google zu finden sein wird) viele weitere exklusive Bonus-Leistungen.“ Im Zeitalter der Freeeconomy wird man immer ein Teil der Leistungen kostenlos anbieten. Weshalb sollte man aber nicht Mehwertleistungen gegen ein Entgelt anbieten? Was Betreiber vonSocial Networks können, können Blogger schon lange.

  5. Aus „ja“ wird „nö“
    Rewe hat am 1.4.10 auf seiner Webseite vermeldet, dass sie ihre Billimarke „ja“ in „nö“ umbenennen würde. Das hat für viel Medienbuzz gesorgt. REWE versucht schon seit einiger Zeit, mit der Tiefstpreisgarantie für ihre „ja“ Produkte abgewanderte Kunden an die Discounter zurück zu gewinnen: Wird bei der täglichen Tiefstpreis-Kontrolle ein abweichender Preis bei einem vergleichbaren Produkt bei den Discountern festgestellt, so wird der ja! Preis nach unten angepasst.

Auch Aprilscherze dienen als Ideenquelle für das eigene Business, wie obige Beispiele eindrucksvoll beweisen. Lasst Euch davon inspirien und entwickelt daraus neue Angebote, für die Euch Eure Kunden lieben werden. Eine ausführliche Auflistung von Aprilscherzen dieses Jahr findet Ihr hier.

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