In Crowdfunding, Idee - NonProfit, Marketing - Koop

Wie eine Charity-Aktion auch zum Markttest werden kann

Jetzt zur Weihnachtszeit ist auch wieder die Hochsaison für gemeinnützige Organisationen, um Geld einzusammeln. Die Konkurrenz ist allerdings riesig, weshalb man sich schon etwas einfallen lassen muss, um überhaupt „gesehen“ zu werden. Deshalb hat sich Roque Santa Cruz, ehemaliger Spieler beim FC Bayern München, für seine Roque Santa Cruz Foundation, die benachteiligte Kinder in Paraquay unterstützt, etwas besonderes einfallen lassen. Er ruft auf der Crowdfundingplattform Sellaband, auf der sonst aufstrebende Musiker Geldgeber suchen, zu Spenden für seine Organisation auf. Jeder, der mindestens einen EUR spendet, erhält den Song geschenkt, den die Frau von Santa Cruz für diesen Zweck aufgenommen hat.

Ich finde die Idee grundsätzlich sehr gut. Denn auf diesen Weg kann sich Sellaband gesellschaftlich engagieren, ohne viel Geld in die Hand nehmen zu müssen. Es braucht nur seine Plattform zur Verfügung zu stellen, die schon alles zur Verfügung stellt, was für solch eine Aktion gebraucht wird. Aber es gibt noch einen weiteren guten Grund dafür. Mit solch einer Aktion kann man testen, ob Sellaband seinen Geschäftszweck ausweiten könnte, indem man in Zukunft nicht nur Musikern die Plattform zur Verfügung stellt, um Geld einzusammeln.

Nach dem ersten Zwischenergebnis muss man allerdings feststellen, dass die Resonanz leider nicht besonders groß ist. Bisher haben gerade einmal 28 Menschen 250 EUR gespendet. Woran liegt das? Zum einen wird das Projekt nicht auf der Startseite von Sellaband beworben. Zum anderen wurden keine interessanten Incentives angeboten und auch nicht das Prinzip des Treppenstufenkonzeptes angewandt, das doch Sellband vor einiger Zeit endlich für sich entdeckt hat. Zuletzt könnte es aber auch wirklich daran liegen, dass die Besucher von Sellaband kein Interesse an Fundsraisingaktionen haben. Dann hätte diese Aktion wenigstens den Zweck gehabt, Sellaband davor zu schützen, sein Spektrum zu erweitern, ohne dass die nötige Resonanz da ist.

ANZEIGE


sellAband Admedia Image Banner 300 x 250

One Response to Wie eine Charity-Aktion auch zum Markttest werden kann

  1. Max sagt:

    Schön finde ich auch die Idee vom WMF, keiner Charity- Organisation, aber einer NGO: sie haben ein extra Format namens .wwf entworfen, das das Ausdrucken verhindert und damit Ressourcen schont. Infos dazu gibt es bei uns im blog (http://www.medienarbeiten.de/blog/?p=2235) Das .wwf-Format ist wohl nur ein mit Passwort geschütztes PDF mit unklaren technischen Hintergründen: die Software stellt eine Verbindung zum WWF-Server her und jedes -wwf-Dokument bekommt eine zusätzliche Hintergrund-Seite.
    Das Format ist sicher nicht sehr praxistauglich, aber jedenfalls eine schöne Idee zum Umweltschutz.

Schreibe einen Kommentar