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Cisco-Fake-Storytelling: Warum nicht nur Cisco der Verlierer ist

Cisco hat das Storytelling auch für sich enteckt. Auf einer sehr schicken Webseite präsentiert Cisco schicke Anwendungsbeispiele von Kunden, die die Cisco-Produkte für die verschiedensten Zwecke einsetzen. Nicht nur kurze Texte werden präsentiert, sondern auch ein schickes Video von der „Erfolgsstory“ einer Skatboardfirma. Das sieht eigentlich alles zu perfekt aus. Tja, ist es leider auch, denn es handelt sich um eine Fake Story. Und wer hat sie herausgefunden? Natürlich Insider aus der Branche, die bloggen. Der Werbeblogger Patrick Breitenbach hat die Hintergrundstory ausfindig gemacht und kommentiert sie wie folgt:

„Mittlerweile dürfte selbst IT-Unternehmen nicht entgangen sein, dass solche merkwürdigen Lügengeschichte in Windeseile im Netz die Runde machen. Was soll das also? Was ich heute in erster Linie von einem Unternehmen erwarte ist Vertrauen. Ohne Vertrauen kauf ich denen nichts mehr ab. Solche Kampagnen sorgen dafür, dass ich schonmal nicht Kunde von Cisco werde.“ Im GDI-Impuls lese ich gerade folgenden treffenden Satz über die Täuschungsversuche der Unternehmen: „Weil die Wirtschaft lieber trojanische Pferde als authentische Waren anbietet, wittern die Konsumenten überall Betrug.“. Das Ergebnis ist, dass die Konsumenten grundsätzlich den Aussagen von Unternehmen nicht mehr trauen und Werbung damit immer wirkungsloser wird. Es gibt aber noch Hoffnung: So lange Blogger diese Kampagnen so schnell entlarven, so lange gibt es Hoffnung. Und um so mehr über diese Entlarvungsaktionen in klassischen Medien berichtet wird, desto wichtiger wird die Funktion der Blogger.

Bei der Aktion von Cisco gibt es neben dem Unternehmen, den Werbern und den Konsumenten aber auch noch mehr Verlierer. Es sind die Kunden von Cisco. Denn welcher kleine Kunde hätte sich nicht gewünscht, ein solch schönes Werbevideo von sich gedreht zu bekommen. Dieser Kunde hätte es mit Stolz all seinen Kunden und Geschäftspartnern gezeigt und vielleicht sogar auf seiner Homepage und in seinem Blog präsentiert. So könnte der Spot ebenfalls Wellen schlagen, allerdings positive Wellen. Ich verstehe nicht, warum so wenige Unternehmen nachdenken, welche Aktionen nicht nur ihnen sondern auch ihren Kunden einen Mehrwert bringt und diesbezüglich mehr unternehmen. Denn nur wenn man seinen Kunden hilft, erhält man treue Fans, die für einen selber durch dick und dünn gehen.

One Response to Cisco-Fake-Storytelling: Warum nicht nur Cisco der Verlierer ist

  1. Bernd sagt:

    Das peinlichste ist, wenn man auf Kontakt&Feedback klickt, landet man auf einem Dead-Link. Hier beweist Cisco selber, dass erfolgreiche Kommunikation mit dem Kunden nicht in technischen Infrastruktur begründet ist, sondern in der Unternehmenskultur.

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