In Marketing - Preis

LTU Biet & Flieg

Seit Februar lässt LTU den Kunden in innovativer und individueller Form an der Preisschraube drehen. Das Angebot wird unter der Bezeichnung “Biet & Flieg” angeboten. Das Prinzip ist schnell erklärt: Sie wählen zuerst ihren gewünschten Flug aus (Datum, Reiseziel, Hin- und Rückflug). Anschliessend wird ihnen der “normale” Angebotspreis von LTU angezeigt. Danach können Sie ein individuelles Gebot abgeben. Nach spätestens 24 Stunden erfahren Sie, ob Sie den Zuschlag für Ihr abgegebenes Preisangebot erhalten haben. Die Zahlung Ihres LTU Fluges bei BIET & FLIEG erfolgt über Ihre Kreditkarte.

Das Angebot ist nicht mit einer Versteigerung a la E-Bay zu verwechseln (siehe unser Beitrag “Versteigerung: SAS-Flugzeug für einen Tag” ). Denn im Rahmen einer Versteigerung erhält der Meistbietende den Zuschlag und der Zeitraum bis zur Entscheidung ist meist länger. Zudem entsteht dadurch ein “öffentlicher Preis”, der natürlich auch imageschädigend sein kann, wenn er sehr niedrig ist. Zwei Dinge haben beiden Preisgebotsformen gemeinsam: Man kann Geld sparen und der Reiz, bei diesem “Spiel” mitzumachen, ist gross. Zudem erhält LTU einen sehr guten Marktüberlick darüber, wie hoch die Zahlungsbereitschaft ihrer Kunden sind.

Wir haben bereits hier im Portal ausführlich über die Aktion “Zahlen Sie doch was sie wollen” verschiedener Anbieter berichtet. Ebenfalls eine andere Fluggesellschaft, Hapag Loyd, hat mit einer ähnlichen Aktion beim Start neuer Flugstrecken einen enormen Erfolg verbuchen können – siehe folgender Bericht. Das OLG Düsseldorf hat jedoch in einem Urteil im März 2006 gewisse Schranken der Preisgestaltung aufgezeigt. So wurde z.B. verboten, ein solches “Biet & Flieg”-Angebot ohne die Angabe des “regulären” Verkaufspreises durchzuführen – siehe folgender Bericht.

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2 Responses to LTU Biet & Flieg

  1. Guck, Guck Best-Practice-Business-Blog

    Der Gumia-Blogger nennt es Newsflash, der Best Practice-Business-Blogger hält es für eine gute und vor allem zeitsparende Idee. Das sehen wir genauso. Nur mit dem Anchorman-Vokabular hakt´s noch ein wenig. Daher nennen wir es “Guck, Guck” (da hat …

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