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Wenn Stammkunden den Verkaufspreis festlegen dürfen

Loyale Stammkunden sind für viele Unternehmen die Basis des Erfolges und sollten deshalb besonders gut behandelt werden. Einige Unternehmen gehen sogar einen Schritt weiter und binden ihre sog. „Lead-User“ aktiv ein und involvieren Sie bei wichtigen Entscheidungen des Unternehmens, z.B. bei Produktneuentwicklungen. Pieter Walser, Inhaber des südafrikanischen Weinversenders „BlankBottle“, überließ seinen Stammkunden auch eine Entscheidung, nämlich zu welchem Preis er seine neueste Weinkreation „Moment of Silence“ verkaufen sollte. Kein Witz!

Konkret erhielten die ersten zwanzig Stammkunden, die seinen neuen Wein orderten, jeweils ein Paket von 6 Flaschen ohne Rechnung. Sie hatten eine Woche Zeit, um den Wein zu testen und durften dann selber entscheiden, welchen Betrag sie an Pieter Walser´s Blank Bottle überweisen würden. Bis zu 70 südafrikanische Rand pro Flasche haben die Weinkenner überwiesen. Der Durchschnitt lag bei 55 R. Pieter entschied sich letztlich, die Flasche für 40 R an alle Kunden zu verkaufen. Wir haben ja schon öfters hier im Blog über Angebote berichtet, bei denen der Kunden den Preis frei bestimmen konnte. Aber in diesem Fall entschieden die 20 Stammkunden darüber, zu welchem Preis die gesamte Menge verkauft wird.

Vielleicht ist Pieter beim nächsten Mal noch in zwei Punkten mutiger. Denn der Wein „Moment of Silence“ besteht aus drei Weinen, die Pieter gemixt hat. Warum sollten hier Stammkunden nicht auch helfen können? Und wenn die Kunden im Schnitt 55 R pro Flasche bezahlen, warum sollte dann nicht exakt dieser Preis festgelegt werden? Insgesamt war es auf jeden Fall sehr mutig, seine Kunden über den Preis frei entscheiden zu lassen, ohne sie in einer bestimmten Weise zu beeinflussen, indem man z.B. einen Mindestpreis genannt hat. Gelesen bei cherryflava.

Weitere Beispiele dafür, wenn der Kunde über den Preis bestimmen darf:

Weitere Beispiele dafür, wenn die Kunden in Entscheidungsprozesse der Unternehmen eingebunden werden:

9 Responses to Wenn Stammkunden den Verkaufspreis festlegen dürfen

  1. Nessa Altura sagt:

    Das muss doch mal gesagt werden: Egal, worüber du hier berichtest, Burkhard, es ist immer lesenswert!
    Allezeit dankeschön,
    Nessa

  2. Liebe Nessa,

    danke für Dein Kompliment. So ein Lob motiviert doch immner wieder.

    Gruss

    Burkhard

  3. Thoennessen sagt:

    Sicherlich für viele verwunderlich, dass so ein Konzept tatsächlich in der freien Wirtschaft funktioniert. Dabei ist das Konzept von Fairness und Gerechtigkeit bzw. Reziprozität tief in uns verankert. Auch wenn vielleicht nicht immer so zu sein scheint. Und bei Stammkunden mit qualitativen Ansprüchen eine durchaus gute Alternative auch wenn dies für viele nicht direkt einsichtig zu sein scheint.

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