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Wenn der Tweet zum Zahlungsmittel wird

Pricing-Experten wissen es schon längst: Gib nie einen Rabatt ohne Gegenleistung. Deshalb sollte man auch nie etwas verschenken ohne Gegenleistung. Denn wenn ich etwas verschenke, gebe ich quasi einen Rabatt von 100 % auf mein Produkt. Doch welche Gegenleistung ist wirklich etwas Wert? Aus der Sicht von den Marketiers Christian Behrendt und Leif Abraham ist ein Tweet häufig ein reeller Gegenwert. Und deshalb haben Sie die Webseite „pay with a tweet“ gestartet. Als erstes Geschenk bieten die beiden Kreativen Ihr eigenes Buch „Oh my Good what happend und what should I do?“ in der E-Book-Version. Natürlich kann man es auch als Buch für 20,50 USD bei Amazon & Co. kaufen. Und natürlich kann man auch Ihre Dienstleistung einkaufen. Kostenlos sollte im Freemium-Zeitalter nur die „Einstiegsdroge“ sein.

Fragt sich nun, für wen solch eine Aktion noch Sinn macht. Die beiden Kreativen haben auf Ihrer Aktionswebseite zahlreiche Ideen auf Lager. Der Musiker kann z.B. seinen neuesten Song als Download verschenken, um anschließend mit dem Verkauf der Musik-CD, Konzerttickels oder Fanprodukten Geld zu verdienen. Die Zeitschriftenverleger können z.B. einen Artikel aus ihrer neuesten Ausgabe verschenken und so Lust auf mehr machen. Der Berater kann seine neuste Präsentation oder Studienergebnisse verschenken, um sich als Experte ins Gespräch zu bringen. Und vielleicht erhält man in Zukunft nur noch Zugriff auf diesen Blog, wenn man einmal pro Monat über einen Artikel tweetet. Auf welche Ideen man so kommen kann 🙂 Auf jeden Fall finde ich den Ansatz, Tweets als Zahlungsmittel zu verwenden, nicht unspannend. Das ist keine allumfassende Lösung, aber eine Instrument mehr, um auf der Klaviatur des Social Webs zu spielen.

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