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Warum im Free Café Harimaya Station fast alles kostenlos ist

Längst nicht nur im Internet werden viele Produkte und Informationen mittlerweile kostenlos angeboten, sondern auch im realen Leben, wie mein Posting aus dem Jahr 2009 aufgezeigt hat. Deshalb fand ich es erst auch nicht erwähnenswert, dass man in der Free Café Harimaya Station in Japan an sieben Standorten kostenlos Tee oder Kaffee bekommt. Dahinter steckt ein Hersteller von Reiskeksen, der in seinen Cafes natürlich auch die Reiskekse reicht und auch zum Mitnehmen verkauft. Insofern handelt es sich hier auf den ersten Blick um eine Kombination aus einer Tryvertising und Brand-Butler-Kampagne, die für meine Leser nicht ganz neu ist.

Besonders finde ich allerdings, dass der Firmengründer Sukejiro Harimaya seine Cafes als Begegnungsstätten aufbauen will, in denen darüber diskutiert werden soll, wie die Welt verbessert werden kann. Deshalb sind ausdrücklich Menschen aller Rassen, Religionen und politischer Auffassung dazu eingeladen, miteinander einen Kaffee zu trinken, Reiskracker zu essen und miteinander zu diskutieren. Es gibt nur eine ganz wichtige Regel: Jeder soll den anderen Menschen so respektieren, wie er ist und auch entsprechend respektvoll behandeln.

Insofern handelt es sich bei den Free Café Harimaya Station um mehr als eine Marketingaktion. Es ist ein Beispiel mehr, wie ein Firmengründer seinem Schaffen einen Sinn geben will. Und da ist es egal, ob man Reiskracker herstellt oder Haare frisiert. Jeder kann sich mit seinen Möglichkeiten gesellschaftlich engagieren, um die Welt ein bißchen besser zu machen. Nicht nur in den USA, sondern anscheinend auch in den Japan wird akzeptiert, dass dieses gesellschaftliche Engagement auch mit Unternehmensinteressen in Gleichklang gebracht wird. Mal schau´n, wie das in Paris aufgenommen wird. Hier soll es nämlich auch bald solch eine Free Café Harimaya Station geben. Gefunden in Springwise.

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