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Gute Ideen, damit Einzelhändler in Zukunft keine Eintrittsgebühr verlangen müssen

Und auch in diesem Artikel beschäftige ich mich mit der kauzigen Einzelhändlerin aus Australien, die von ihren Kunden neuerdings Eintritt verlangt, um diejenigen abzuschrecken, die nur schauen, aber nicht bei ihr einkaufen wollen. Meine Frage ist: Wann wären die Kunden bereit, tatsächlich Eintritt zu bezahlen oder welche Einnahmemöglichkeiten gibt es noch, um gegen den Umsatzschwund im stationären Einzelhandel anzukämpfen. Einige Ideen dazu will ich hier vorstellen:

Eintrittsgebühr inkl. Gegenleistung
In vielen Einzelhandelsgeschäften werden heute Kaffee und Kuchen angeboten. Warum bietet die Shopinhaberin Georgina ihren Gästen nicht einfach Kaffee und Kuchen, so viel sie wollen an, wenn schon eine Eintrittsgebühr verlangt werden soll. Oder sie verteilt an jeden Kunden Proben von Produkten, die sie neu in ihr Sortiment aufgenommen hat. So gibt es wenigstens kleine Geschenke als Gegenleistung und die Kunden werden evtl. auf den “Geschmack gebracht”.

Jährliche Mitgliedsgebühr
Statt der einmaligen Eintrittsgebühr könnte Georgina auch eine jährliche Mitgliedsgebühr verlangen, ähnlich wie wir das von Mitglieder-Bio-Läden kennen. Die Kunden könnten mit Einkaufsrabatten belohnt werden oder mit regelmäßigen Produktproben versorgt werden (siehe Erfolgsbeispiel Sample Lab in Japan) oder zu Kochkursen eingeladen werden oder, oder, oder.

Flächen untervermieten
Ein Hauptkostenfaktor für einen stationären Einzelhändler ist die Miete. Diese Miete könnte sich Georgina von ihren Lieferanten oder anderen Partnern wieder holen. Zum Beispiel könnte sie wie große Supermärkte die Regalfläche vermieten, oder zumindestens die A-Regalflächen vermieten. Oder Sie macht ein Shop in Shop-Konzept und vermietet Flächen unter, z.B. an die Post, die Landwirte vor Ort, etc. Das “Lädchen für alles” könnte als Vorbild dienen.

Voluntäre einstellen
Und natürlich könnte Georgina ihren Nullkunden auch anbieten, die Eintrittsgebühr als Voluntäre abzuarbeiten. Vorbild könnte Nick Graham sein, der im Alter von 17 Jahren einen maroden Laden in Truman, Minnesota, übernommen hat und innerhalb weniger Wochen zum “Helden” in der 1.300 Seelengemeinde wurde. Seine Leidenschaft und Begeisterung steckte so an, dass Bewohner (=Fans) ihm freiwillig und ohne Bezahlung halfen, Preise auszuzeichnen oder Regale einzuräumen.

Diese Beispiel zeigen, wie Einzelhändler den geänderten Gegebenheit gerecht werden können und wann es gar nicht absurd sein muss, Eintrittsgebühr zu verlangen. Und wirklich überraschend kommt die Entwicklung heute auch nicht. Schon im Jahr 2006 habe ich hier im Blog erwähnt, dass viele Einzelhändler aussterben werden und welches Gegengift es dafür gibt.

Bildquellenangabe: schemmi / pixelio.de

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