In Marketing - Probe

Zu viel ist zu viel

Jetzt ist sie wieder da, die kalter Jahreszeit. Schön daran ist u.a. die Tatsache, dass man jetzt wieder schöne Rotweinabende genießen kann. Somit war die Entscheidung, an einer Bordeaux-Weinprobe teilzunehmen, schnell getroffen. In richtiger Vorfreude gingen meine Freundin und ich gestern Abend zu einem Frankfurter Weinhändler, um den Abend so richtig zu genießen.

Doch der Genuss endete schon in den ersten Minuten. 28 Menschen quätschten sich in den kleinen Laden. Wir standen am Eingang, um nicht gleich Platzangst zu bekommen. Leider verstanden wir dadurch nur noch die Hälfte des Referenten, einem Spezialisten für französische Weine. Nach wenigen Minuten wurde es so heiß in den Räumlichkeiten, dass die Eingangstür geöffnet wurde, um etwas Luft zu erhaschen. Somit standen wir ab sofort im ständigen Windzug. Da die leckeren Häppchen schnell aufgegessen waren, wurde Nachschub geholt. Der Eingangsbereich wurde jetzt zur “Lieferzone”.

Am Ende der Weinprobe wurde dezent ein Bestellzetter verteilt. Die Ausbeute in Form von abgegebenen Bestellzetteln war extrem mager, nämlich gleich null. Kein Wunder, wollte doch jeder so schnell wie möglich raus aus dem Geschäft, um keinen Kreislaufkollaps zu bekommen.

Fazit: Weine über Weinverkostungen zu verkaufen, funktioniert fast immer. Gerade im Internetzeitalter ist es für den örtlichen Weinhändler sogar ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, um nicht ständig im Preiswettbewerb zu den Onlineshops zu stehen. In diesem Fall sollte aber das Motto: “Weniger ist mehr” lauten. So gut es auch der Weinhändler gemeint hatte, hätte er doch nach höchstens 14 Anmeldungen schließen müssen.

2 Responses to Zu viel ist zu viel

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