In Marketing - Probe

Machen Sie die Probe aufs Exempel

Kreative Werber aus Israel sind auf die Idee gekommen, kleine Portionspäckchen für Zucker, Salz, Pfeffer und Chili als Visitenkarten zu verwenden. Das ist ein absoluter Hingucker und eine perfekte Werbung in eigener Sache. Für Gewürz- und Lebensmittelhändler könnten diese besonderen Visitenkarten aber noch mehr sein, nämlich Probierpäckchen für neue Gewürze, die sie ins Produktsortiment aufnehmen. Und auch Restaurantbesitzer könnten Gewürzwochen ausrufen und mit diesen Probierpäckchen Werbung dafür machen. Die Päckchen könnten auch als Rabattcoupons dienen.

Solche Probierpäckchen müssen aber nicht willkürlich verteilt werden. Perfekte Verteiler können z.B. Kunden sein. allmytea macht das seit einiger Zeit vor: Wer bei allmytea seine eigene Teemischung kreiert, erhält bei jeder Bestellung mehrere Probebeutel der jeweiligen Mischung als Gratisgeschenk hinzu. Diese Proben können die Kunden an Freunde und Bekannte verschenken, damit diese auch auf den Geschmack kommen. Von dieser Idee könnten sich auch stationäre Lebensmittelhändler inspirieren lassen. Parfümerien sind mit diesen Gratiszugaben schon seit langem sehr erfolgreich.

Müssen Produktproben immer kostenlos verteilt werden? Natürlich nicht. Auf herrenschmiede.de kann man z.B. Maßanzüge online ordern. Viele Kunden wollen allerdings nicht die Katze im Sack kaufen. Um Mißbrauch vorzubeugen, wird im Online-Handel pro Stoffprobe ein Preis in Höhe von einem Euro fällig. Dafür erhält der Kunden im Gegenwert einen Gutschein per Mail, der bei Bestellung eines Anzuges oder Hemdes verrechnet wird. Andere Hersteller, z.B. im Kosmetikbereich, bieten z.B. ganze Probierpakete gegen Geld an. Das ist bezahlbar, weil es sich nur um Probiergrößen handelt.

Davon hat sich wohl der Online-Weinversender brixr inspirieren lassen. Er hat verschiedene Probierpakete angeboten, in denen sich jeweils vier Weine in reagenzglasähnlichen Verpackungen mit einem Inhalt von jeweils 50 ml. befinden. Im Rahmen des ersten Testpaketes wurden 4 Pinot Noir Weine zum Gesamtpreis von 19 USD inkl. Versand angeboten. Als Alternative konnte man dieses Testpaket auch in der Deluxe-Version zu einem Preis von 69 USD bestellen und hat damit einen Gutschein über zwei Flaschen Wein aus diesem Testsortiment im selbigen Gegenwert erhalten. Damit erhielt man das Probierpaket quasi umsonst.

Gleich ein ganzes Probeabonnement kann man im PureTea-Onlineshop bestellen. Gegen einen Jahresbeitrag von 10 EUR kann man Teetester werden. Konkret erhalten die Tester nach Zahlung des Jahresbeitrages viermal im Jahr vier Teeproben zu je 10 g. Wenn man alle Testberichte abgegeben hat, erhält man als Belohnung die 10 EUR in Form eines Einkaufsgutscheines bei PureTea zurück. Diese Idee der Entlohnung finde ich persönlich genial und kann nur empfehlen, selber zu überlegen, wie man diese Konzept auf das eigene Geschäft ummünzen kann. Warum bietet man seinen besten Stammkunden solch ein Probeabo nicht kostenlos an?

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