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Bei Momofuku Ko in New York wird gegessen, was auf den Tisch kommt

Warum dauert eigentlich ein Restaurantbesuch meist mehr als eine Stunde? Das liegt u.a. daran, dass der Bestell- und Bezahlvorgang so lange dauert. Und genau das sind mein erster und mein letzter Eindruck: Warten! Im asiatisch angehauchten Momofuku Ko in Manhattan ist das ganz anders. Das beginnt schon bei der Reservierung. Hier kann man sich nur per Internet anmelden, weiss aber erst eine Woche vorher, ob man zu einem der 12 Auserwählten gehört, der an der langen Theke Platz nehmen darf. Und dann beginnen aber auch schon die Überraschungen:

Man weiss nicht, wer der Nachbar ist, neben dem man kuschelig sitzt. Aber das ist nicht die einzige Überraschung. Denn auch das Menu ist eine „Wundertüte. Man muss das essen, was auf den Tisch kommt. Auswahl gibt es keine. Da das Menu täglich geändert wird, gibt es genug Abwechslung, selbst wenn man öfters kommt. Und sollte es einem nicht schmecken, dann hat man Pech gehabt. Denn bezahlt wurde schon bei der Anmeldung mit Kreditkarte. Und was ist das Ergebnis: Selbst die Promis, die keine Vorzugsbehandlung bekommen, sind ganz heiß darauf, in diesem speziellen Minirestaurant essen zu dürfen.

Und die Moral von der Geschicht: Mach etwas knapp, garniere es mit geheimnisvollen Zutaten, eröffne Dein Restaurant in einer Stadt mit viele experimentierfreudigen Menschen und lass den Rest auf Dich zukommen. Dann kann auch ein Restaurant nach dem Aldi-Einfachheits-Prinzip zu Preisen von Spitzenrestaurants ein echter Knüller werden, zumindest in New York. Gelesen in ahgz. Mehr Infos gibt es hier.

5 Responses to Bei Momofuku Ko in New York wird gegessen, was auf den Tisch kommt

  1. Arroganz geht halt immer. Gepaart mit Innovation und einem Händchen für Geheimniskrämerei natürlich allemal …

  2. In Berlin, in der Lausitzer Str., gibt es auch ein Restaurant (Svevo), mit einem ähnlichen Konzept.

    Ich war selber vor gut 4 Jahren mehrfach dort Gast, und habe mich jedes Mal gerne auf ein Neues überraschen lassen.

  3. colorcraze sagt:

    Naja, „schneller essen“ war auf Manhattan schon immer angesagt. Ich entsinne mich der Artikel über die feinen Restaurants, in denen man Uhren auf den Tisch gestellt bekam, WIMRE in den 1980ern. Bei einem so kleinen Restaurant, das haben die Betreiber richtig erkannt, liegt das Rationalisierungspotential in der „was Mama kocht, wird gefälligst gegessen“-Methode. Fehlt noch der Hype – wie man den erzeugt, ist das eigentlich interessante.

  4. […] Crowdsourcing-Community. Dafür erhalten die aktivsten Community-Mitglieder 10 % der Gewinne. Momofuku – Zahlen im voraus, Plätze werden verlost und das Essen ist eine Überraschung Für ein Essen im asiatisch angehauchten Momofuku Ko in Manhattan kann man sich nur per Internet […]

  5. […] ist mir – offensichtlich gesteuert durch den momentanen Verlosungshype – das Restaurantkonzept von Momofuku Ko in New York. Bei genauerem Durchlesen habe ich dann entdeckt, dass sich hier die Verlosung von […]

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