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Was bringen Word-of-Mouth-Marketingkampagnen in den USA?

Vor kurzem ist in den abc-news der Artikel “How to Become a Word-of-Mouth Marketer” erschienen. Neben der Übersicht aller wichtigen WoM-Agenturen in den USA gefallen mir die Best-Practice-Beispiele am besten, die hier präsentiert werden. Interessant finde ich, dass konkrete Zahlen genannt werden:

  • Philips Sonicare (Elektrische Zahnbürste)
    Die WOM-Agentur BzzAgent hat an 30.000 Teilnehmer die elektrische Zahnbürste im Wert von 70 USD verschickt und darum gebeten, bei Gefallen Einkaufscoupons an Freunde zu verschenken. Das Ergebnis: Die 30.000 “Marketers” haben die Coupons in Durschnitt an 9,4 Personen weitergegeben und diese wiederum haben die Coupons an durchschnittlich 4,14 Personen weiterverteilt. Durch diese WOM-Kampagne wurden somit knapp 1,5 Mio. Menschen erreicht.

  • OPI Nic’s Sticks (Nagellack in neuer, praktischer Verpackung)
    Die Firma SheSpeaks hat dieses neue Nagellackprodukt an 9.000 Mitgliederinnen ihres WOM-Netzwerkes verschickt. Das Ergebnis: Es wurden aufgrund dieser WOM-Kampagne 120.000 Nic-Sticks verkauft. Das entspricht dem Dreizehnfachen der Anzahl der verschenkten Produkte. Der Coupon-Rücklauf war dreimal größer als bei einer parall gestarteten Anzeigen-Coupon-Kampagne.
  • Venus Breeze (Nassrasierer für Frauen)
    Die Firma Vocal Point (gehört zu Procter & Gamble) hat den neuen Nassrasierer und jeweils sechs Rabattcoupons an 450.000 Mütter in den USA verschickt. Nach drei Monaten wurde das Ergebnis gemessen: Die Testkaufrate war doppelt so hoch wie in Gebieten, in denen diese WOM-Kamapgne nicht durchgeführt wurde.

Folgende Erkenntnisse wurde im o.g. Artikel gezogen:

  • Im Jahr 2008 werden in den USA laut dem Marktforschungsunternehmen PQ Media 1,8 Mrd. USD in WOM-Marketingkampagnen investiert. Der Markt soll jährlich um 30 % wachsen und sich damit in 3 Jahren auf 3,6 Mrd. USD verdoppeln.
  • Frauen sind für WOM-Kamapagnen besonders empfänglich und empfehlen die Produkte auch überdurchschnittlich häufig weiter.
  • Es braucht immer Incentivematerial z.B. in Form von Rabattcoupons, um die Verbreiterungsrate merklich zu erhöhen.

Gefunden im brainwash-Blog

4 Responses to Was bringen Word-of-Mouth-Marketingkampagnen in den USA?

  1. […] – Was bringt Mundpropaganda in Abverkäufen gemessen? […]

  2. Burkhard, dazu kurz von uns:

    1) Eine Sonicare-Kampagne gab es auch in Holland, bei unseren Kollegen von Buzzer, und bei uns läuft sie nun auch (in Deutschland, Österreich und der Schweiz). Allerdings in deutlich kleinerem Umfang. Ich weiß nicht warum, aber hierzulande machen die Firmen bislang noch deutlich kleinere Kampagnen…
    2) Absatzmessung mit Test-vs-Kontrollmarkt wollen wir schon lange machen, allerdings ist es sehr schwer, dafür wirklich funktionierende Bedingungen zu finden. Aber das ist in Arbeit.
    3) Mit Incentives haben wir hierzulande eher Probleme. Denn dann bekommt die Sache so einen “hard-selling” Abverkaufsbeigeschmack.

  3. Hallo Martin,

    danke für die wertvollen Ergänzungen. Gerne schreibe ich hier auch über erfolgreiche Kampagnen von TRND. Lass uns einfach mal mailen oder telefonieren.

    Gruss

    Burkhard

  4. […] – Was bringt Mundpropaganda in Abverkäufen gemessen? […]

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