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Windschattenmarketing par excellence: Red Bull Stratos macht es möglich

Vor kurzem habe ich hier im Blog im Rahmen einer Blogparade sieben außergewöhnliche und erprobte Marketingideen für weniger als 100 EUR im Monat vorgestellt. Das Spektrum reichte von Knappheits- bis Konfliktmarketing. Heute will ich eine weitere Marketingmethode zum Spottpreis anhand von einigen Beispielen vorstellen, die mal Schmarotzermarketing und mal Windschattenmarketing genannt wird. Damit ist gemeint, dass sich ein Werber an eine andere Marketingaktion dranhängt, um quasi im Windschatten ebenfalls viel vom Ruhm der Originalaktion zu erhaschen. Möglich gemacht hat es Felix Baumgartner mit dem Red Bull Stratos Projekt. Sein Sprung fast aus dem Weltall gehörte zum größten Online-Live-Ereignis ever. Sean O Neill hat die sechs wichtigsten Marketingregeln, basierend auf o.g. Projekt, herausgearbeitet, Günter Exel hat das Ganze ins Deutsche übersetzt.

Aber wer hat schon wie Red Bull 50 Mio. EUR übrig, um solch eine Aktion wie das Red Bull Stratos Projekt umzusetzen? Ogilvy hat für die Wiener Modelbaumesse für schlappe 1.200 EUR eine Windschattenmarketingaktion umgesetzt, die Ihresgleichen sucht. Exel schreibt dazu: „Auf einem Rübenparkplatz in Moosbrunn wurde der #spacejump im Maßstab 1:350 nur mit LEGO-Modellen nachgebaut. Die Nacht- und Nebelaktion, die insgesamt 1200 Euro kostete, sorgte für weltweites Medienecho: Ein Beitrag im weltweit führenden Social Media Blog Mashable trieb die Aufrufe in stratosphärische Höhen. Das YouTube-Video schoss, in verschiedenen Versionen kopiert, schon binnen 24 Stunden auf über eine halbe Million Aufrufe. Ganz zu schweigen davon landete der LEGO Stratos Jump punktgenau bei zwei eigenen Weltrekorden: Höchster freier Fall einer Legofigur sowie höchster Fallschirmsprung einer Legofigur … Lesson learned!“

Das wollte wohl die Agentur JWT London in nichts nachstehen, denn sie hat sich für Kit Kat eine besondere Windschattenmarketingaktionen ausgedacht, wie ebenfalls mashable berichtet hat. Rexel berichtet wie folgt darüber: „Unter dem Motto #BreakFromGravity wurde ein Kit Kat Riegel an einem Wetterballon montiert und stieg bis in die Stratosphäre. Baumgartners Absprunghöhe von 39 Kilometern erreichte das Hi Tech-Flugobjekt aus Ballon, Schokoriegel und GoPro-Kamera nicht ganz; immerhin stiegt der Ballon bis auf 116.490 Fuß (35,5 Kilometer) Höhe, bevor er platzte (– was auch für die spektakulärsten Szenen des Videos sorgte). Enjoy!“ Aus meiner Sicht gehört das Windschattenmarketing zum Pflichttool für StartUps und Marketingverantwortliche, egal welches Budget sie zur Verfügung haben.

2 Responses to Windschattenmarketing par excellence: Red Bull Stratos macht es möglich

  1. Jens A. Heim sagt:

    Danke für die Tipps.
    Es klingt banal, sich nur hintendran zu hängen – aber es erfordert Mut, deshalb setzen das vermutlich so wenige Unternehmen um.
    Aber geht es nicht genau darum, durch gewisse Marketing-Aktionen im Gedächtnis der Kunden haften zu bleiben?
    Dafür kann man schon mal eine Lego-Figur einen Sprung machen lassen 🙂

    Sonnige Grüße
    Jens A. Heim

  2. […] Ähnlich nutzte die Modellbaumesse Wien den Hype um Red Bull Stratos, um von der Aufmerksamkeit zu profitieren. Im Buch gibt es dazu noch viel mehr anschauliche […]

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