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mm-Interview mit LinkedIn-Mitbegründer Konstantin Guericke

Man hat den Eindruck, dass Linked In seit der Bekanntgabe des Börsengangs von XING (OpenBC) „wach“ geworden ist. Vor kurzem wurden alle deutschen Linked In-Mitglieder angemailt und mit Incentives dazu animiert, weitere Mitglieder anzuwerben. Jetzt gibt es ein Interview mit dem LinkedIn-Mitbegründer Konstantin Guericke im manager-magazin-online. Die wichtigsten Aussagen habe ich hier zusammengefasst:

  • Netzwerke im Internet sind schon immer organisch durch Weiterempfehlung der Mitglieder gewachsen, weshalb hohe Werbeausgaben nicht sinnvoll sind.
  • In Europa – außerhalb von Deutschland – hat Linked In bereits drei Millionen Mitglieder. Im Vergleich zu Xing ist das mehr als das Zehnfache. Weltweit – Deutschland ausgenommen – hat Linked In 16-mal so viele Mitglieder wie Xing.
  • In Deutschland ist XING Linked In noch weit voraus. Linked In will durch Weiterempfehlungsincentives und Launch einer deutschen Version den Vorsprung verringern. Zudem soll in Deutschland ein Managing Director eingestellt werden, der Linked In in Deutschland bekannter macht und insbesondere die hochdotierten Firmenmitgliedschaften vertreiben soll.
  • Guericke sieht die größten Wettbewerbsvorteile von Linked In darin, dass bei ihnen alle Suchfunktionen kostenlos benutzt werden können und man die Leute innerhalb seines Netzwerks kostenlos kontaktieren kann. Das liegt daran, dass Linked In die Haupteinnahmen durch Werbung und Firmenmitgliedschaften verdient und damit die kostenlose Grundversion mit vielen Möglichkeiten reichhaltig ausgestattet hat.
  • Die PR rund um den Open-BC-Börsengang war nach Angaben von Guericke sehr vorteilhaft für LinkedIn, was sich in der starken Steigerung der Anmeldequote deutscher Mitglider niederschlägt. Denn in Medienberichten wurde häufig Linked In als größter Konkurrent genannt.
  • Linked In will selber in 1 – 2 Jahren an die Börse gehen. Bis dahin will man weiter organisch weltweit wachsen, ohnen an kurzfristige Ergebnisse der Investorenwelt gemessen zu werden. Bis dahin will Linked In einen Umsatz von 100 Millionen USD pro Jahr erzielt haben.
  • Aus der Sicht von Guericke wird ein internationales Kontaktnetzwerk übrig bleiben, nach dem Motto: the winner takes it all. Zudem würde es noch viele Nischennetzwerke geben.

3 Responses to mm-Interview mit LinkedIn-Mitbegründer Konstantin Guericke

  1. Robby sagt:

    LinkedIn hat auch ein paar Nachteile:
    – Man kann nicht kostenlos seinen Kontakten eine Mitteilung über die Plattform senden, sondern muss mindestens $19,95 pro Monat für 3 Nachrichten pro Monat zahlen.
    – LinkedIn hat in Deutschland deutlich weniger Mitglieder als XING/openBC.
    – Sucht man mal statistisch die Plattform nach Premium-Mitgliedern ab, ergibt sich ein Bruchteil eines Prozentes, was bedeuten kann, LinkedIn verdient derzeit vermutlich deutlich weniger Geld als XING/openBC pro Monat und hat nur sehr wenige aktive Benutzer auf der Plattform.

  2. Hallo Robby,

    danke für die Ergänzungen. XING ist mit großem Abstand die Nr. 1 unter den Online-Netzwerkplattformen in Deutschland, gemessen an der Mitgliederzahl und auch der Aktivität der Mitglieder. Jedoch vermisse ich die hochkarätigen Manager und Unternehmer bei XING. Von meinen Top 50 Kontakten sind nur 20 % in XING Mitglieder. Das ist klar zu wenig.

    Für mich steht fest, dass sich XING auf seine Lorbeeren ncht ausruchen kann und nur ins Ausland blicken kann, da Linked In in Deutschland angreifen wird. Für uns als User ist das doch nur gut: Wettbewerb belebt das Geschäft.

    Gruss

    Burkhard Schneder

  3. MoiseeZet sagt:

    Пришлось страницу обновить, чтобы прочесть.

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